Migräne ist und bleibt ein Volksleiden

Migräne ist nach wie vor eine unterbehandelte Volkskrankheit. Was dagegen hilft und wie wir sie erkennen.

Baierbrunn (ots) 10 bis 15 Prozent der Deutschen haben Migräne, das sind mehrere Millionen Menschen, man kann also von einer Volkskrankheit sprechen. Oft beginnt Migräne im jungen Erwachsenenalter zwischen 20 und 30 Jahren, wird aber häufig mit üblichen Kopfschmerzen verwechselt. Wenn der Kopf wehtut, wollen wir einfach nur, dass der Schmerz aufhört. Und doch ist es wichtig, die Ursache herauszubekommen.

Nadja Katzenberger von der Apotheken Umschau leidet selbst unter Migräne und kennt den Unterschied zu den häufig vorkommenden Spannungskopfschmerzen aus eigener Erfahrung: "Ich würde sagen, der größte Unterschied ist, dass ich mich bei Migräne wirklich zurückziehen muss, weil der Schmerz so stark pulsiert und ich so starke Übelkeit habe, dass der Tag eigentlich gelaufen ist. Spannungskopfschmerzen kann man dagegen oft schon durch Bewegung oder durch frische Luft lindern. So ist der Migräne aber nicht beizukommen."

Wem also häufig der Kopf wehtut, sollte frühzeitig nach der Ursache forschen. Ein Kopfschmerz-Tagebuch hilft, die Symptome genau zu beschreiben:

Dazu Nadja Katzenberger: "Am besten hilft es, sich schnell einen spezialisierten Arzt zu suchen, eine Neurologin oder einen Schmerztherapeuten. Auch wenn man vielleicht das Gefühl hat, es ist gar keine Migräne. Ich würde raten, es unbedingt abklären zu lassen, weil Migräne sich manchmal wie ein Spannungskopfschmerz anfühlen kann und man dann denkt 'es sind ja nur Kopfschmerzen', aber wenn man häufig leidet, immer zum Arzt gehen."

Erst wenn die Diagnose "Migräne" feststeht, kann eine gezielte Behandlung beginnen, meist helfen Medikamente gegen die akuten Schmerzen. Auch Vorbeugen lohnt sich:

Nadja Katzenberger: "Vorbeugen ist ganz wichtig, weil man dadurch die Zahl der Kopfschmerztage reduzieren kann. Das geht mit regelmäßig Ausdauersport, da gibt es Studien, die das sehr gut belegt haben, Entspannungsverfahren wie Yoga zum Beispiel. Aber es gibt auch medikamentöse Prophylaxe, die die Kopfschmerztage reduzieren kann. Und darüber sollte man auf jeden Fall mit der Ärztin, dem Arzt sprechen, ob etwas in Frage kommt."


Mehr Infos und Anregungen gibt es am 18.1. um 18 Uhr auf dem Instagram-Kanal der Apotheken Umschau bei einem Insta-Live-Talk. Im Gespräch: Bianca Leppert, sie ist mit ihrem Podcast "Ich hab' Migräne" eine der bekanntesten Influencerinnen für dieses Thema.



Apotheken Umschau

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