Berufliche Herausforderungen nutzen

Ein Job in der Pflegeberatung eröffnet spannende Perspektiven

(djd). Rund 3,7 Millionen Menschen in Deutschland sind aktuell pflegebedürftig, zwei Drittel von ihnen werden zu Hause betreut. Zwar gibt es für Betroffene und ihre Angehörigen zahlreiche Hilfsangebote - doch kaum ein Laie durchschaut das komplizierte System. Das fängt schon damit an, dass viele Menschen gar nicht wissen, dass sie einen Anspruch auf Pflegeberatung haben.  

Professionelle Pflegeberater kennen sich mit den verschiedenen Versorgungsangeboten aus und können helfen, die jeweils beste Lösung zu finden. - Foto: djd/compass private pflegeberatung

Geschulte Fachkräfte gehen dabei auf die individuelle Situation ein und weisen den Weg durch den Leistungsdschungel. "Pflegeberater sind nicht nur eine unschätzbare Hilfe für betroffene Familien. Sie haben auch einen spannenden und gesellschaftlich relevanten Job, der vielseitige Perspektiven bietet", so Jana Wessel von compass, der Pflegeberatung der privaten Krankenversicherungen.  

Das unabhängige Non-Profit-Unternehmen berät Versicherte telefonisch und vor Ort, darüber hinaus Angehörige und vorsorglich Interessierte. Für die Pflegeberatung vor Ort werden zurzeit unter www.compass-pflegeberatung.de bundesweit Pflegefachkräfte, Sozialversicherungsfachangestellte, Sozialpädagogen und Beschäftigte aus verwandten Berufen gesucht.  

Attraktive Rahmenbedingungen mit Homeoffice und Dienstwagen sowie eine umfassende Einarbeitung haben auch Sebastian Schwabe überzeugt, der seit rund einem Jahr als Pflegeberater in Hannover unterwegs ist. Nach einem theoretischen Schulungsteil in Köln ging es für ihn am Arbeitsort weiter: "In Phase eins bin ich mit Kollegen mitgefahren beziehungsweise mit meinem Mentor, der mir von Anfang zur Seite stand", erzählt Schwabe. "  

In Phase zwei habe ich dann erste Beratungsgespräche gemacht und mein Mentor oder andere Kollegen haben mich unterstützt." Mittlerweile berät er allein, hat aber immer noch die Unterstützung des Teams und lernt ständig dazu: "Ich habe mich schon gewundert, wie groß das Spektrum ist und wie unterschiedlich Situationen sein können."  

Zu seiner Arbeit gehört aber noch mehr. Denn die Pflegeberaterinnen und Pflegeberater engagieren sich auch aktiv in verschiedenen lokalen Netzwerken, um die Pflegesituation in ihrer Region zu verbessern. So kann zum Beispiel die Mitarbeit bei Pflegekonferenzen oder in Demenz- und Palliativnetzen zusätzliche Anreize und Herausforderungen bieten. Sebastian Schwabe zieht jedenfalls nach dem ersten Jahr eine positive Bilanz: "Es ist ein Job, den ich gerne mache. Ich hätte die Messlatte gar nicht so hoch gehängt und wäre schon mit viel weniger zufrieden gewesen."  


Aufmacherfoto: Jede Pflegesituation ist anders und für die Betroffenen oft eine Herausforderung. Die Berater vor Ort können auf Probleme ganz individuell eingehen.

Foto: djd/compass private pflegeberatung



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