Picasso-Museum Münster

Aktuelle Ausstellungen Andy Warhol vom 14. Mai bis 18. September 2022

Die Ausstellung „Andy Warhol“ präsentiert insgesamt 77 „Prints“ des berühmtem amerikanischen Pop Art-Künstlers aus den Jahren 1954 bis 1987. Viele davon werden in der Schau in Münster erstmalig öffentlich ausgestellt.

Das Picasso-Museum zeigt einen breiten Querschnitt durch Warhols druckgrafisches Schaffen, darunter hauptsächlich Siebdrucke auf Papier. Zu sehen sind viele seiner beliebtesten Motive, die zu modernen Bildikonen geworden sind: Die Campbell-Suppendose, Marilyn Monroe und seine bunten Blumen.

Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden Porträts von Stars und Prominenten der 50er- bis 80er-Jahre; darunter neben Marilyn Monroe auch weitere Hollywoodstars wie Liz Taylor, Jane Fonda, Grace Kelly und Ingrid Bergmann, sowie Figuren aus der New Yorker High Society wie Caroline von Monaco und Liza Minelli.

Warhol porträtiert im gleichen Stil aber auch Staatsmänner und -frauen wie Lenin, Mao Zedong und Königin Elisabeth II. sowie Persönlichkeiten aus der (deutschen) Geschichte, z.B. Johann Wolfgang von Goethe und Ludwig van Beethoven.

Vollständig wird die Bildserie Flash – November 22, 1963 aus dem Jahr 1968 präsentiert, die die Ermordung von John F. Kennedy zum Thema hat.

Ein weiterer Schwerpunkt sind die Paraphrasen auf Meisterwerke der Kunstgeschichte, denen sich Warhol Mitte der 1980er-Jahre intensiv in seinen Druckgrafiken widmet: Gemälde wie Die Geburt der Venus von Sandro Boticelli, Die Verkündigung von Leonardo da Vinci und den Schrei von Edvard Munch adaptiert er in seinem unverkennbaren Stil.

Neben seinem Bildkünstlerischen Werk war Andy Warhol aber auch ein leidenschaftlicher Filmemacher, was die Ausstellung anhand ausgewählter Beispiele seiner „Screen Tests“ zeigen wird: Eine von ihm in den 1960er Jahren entwickelte und gedrehte Form des Experimentalfilms, die eine völlig neue Art des Porträts darstellen. Es handelt sich dabei um kurze, stumme Schwarzweiß-Filmporträts, die zwischen 1964 und 1966 entstanden sind.

Unter Warhols Anleitung versuchten die Porträtierten – ein breites Spektrum von Personen, von denen viele zur kulturellen Szene New Yorks gehörten – etwa drei Minuten lang bewegungslos zu sitzen, während sie gefilmt wurden. Die Filme werden in Zeitlupe projiziert und zeigen ein sich langsam bewegendes, fast unbewegtes Bild der porträtierten Person.


Copyright Text und Bilder: Picasso-Museum / Hanna Leander



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