Raffinerie Schwedt soll Zukunft sein

Die Gewerkschaft BCE fordert eine Standortgarantie für die Raffinerie in Schwedt.

Der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Michael Vassiliades, fordert von der Bundesregierung eine Standortgarantie für die Raffinierie PCK im brandenburgischen Schwedt und eine "langfristige Beschäftigungsperspektive für die Menschen". Er sagte dem "Handelsblatt", PCK brauche nicht nur einen Plan für die Abkehr von russischem Öl, sondern auch für den Einstieg in die klimagerechte Transformation. 

Die Politik sei in der Pflicht, "belastbare Alternativen für die Raffinerie zu finden – sowohl mit Blick auf die Lieferkette als auch mit Blick auf die Eigentumsverhältnisse", fuhr Vassiliades fort. Die Raffinierie gehört mehrheitlich der deutschen Tochter des russischen Staatskonzerns Rosneft und verarbeitet russisches Öl aus der Druschba-Pipeline. Die EU-Staaten verhandeln derzeit über ein Ölembargo gegen Russland.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte bei einem Besuch in Schwedt am Montag betont, dass der Standort erhalten bleiben solle. Mittelfristig will die Regierung die Umstellung auf grünen Wasserstoff, Biochemie und Energie in Schwedt unterstützen. 

ilo/mkü



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