Kaiser Wilhelm II. und das Dritte Reich

Niederländische Historiker stellen aktuelles Buch vor

Haben die Hohenzollern dem Nationalsozialismus „in erheblichem Maße Vorschub“ geleistet? Die Historiker Jacco Pekelder, seit Kurzem neuer Direktor des Zentrums für Niederlande-Studien an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster, Joep Schenk und Cornelis van der Bas erörtern diese komplexe und für aktuelle Restitutionsforderungen wichtige Frage in ihrem 2021 veröffentlichten Buch „Der Kaiser und das ,Dritte Reich‘. Die Hohenzollern zwischen Restauration und Nationalsozialismus“. Jacco Pekelder und Joep Schenk stellen ihr Werk auf einer Lesung am 28. Oktober vor. Interessierte sind willkommen, die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Hörsaal 3, Schlossplatz 46.

Ausgehend von den derzeit diskutierten Entschädigungsansprüchen der ehemaligen kaiserlichen Familie und den daraus resultierenden Debatten über das Verhältnis der Hohenzollern zur NS-Bewegung blicken sie auf die historischen Verflechtungen in den 1920er und 1930er Jahren. Ging es Kaiser Wilhelm II., Kronprinz Wilhelm oder Louis Ferdinand allein um die Rückkehr an die Macht, oder gab es auch ideologische Gemeinsamkeiten mit dem Regime? Diese Fragen wurden im Rahmen einer Ausstellung des Museums Huis Doorn, des niederländischen Exil-Ortes des letzten deutschen Kaisers, untersucht und im Buch von Jacco Pekelder und Co. aufbereitet.


Der Besuch der Veranstaltung ist kostenfrei und nur nach vorheriger Anmeldung möglich, die Platzzahl ist begrenzt. Es gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) sowie die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Die Besucher werden gebeten, sich vor ihrem Besuch über die Zugangsvoraussetzungen und mögliche Änderungen auf der Website (https://www.uni-muenster.de/HausDerNiederlande) zu informieren.



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