Chemieunglück: letzter Vermisster tot geborgen

Rund zweieinhalb Wochen nach der schweren Explosion mit anschließendem Großbrand im Chemiepark in Leverkusen ist der letzte Vermisste tot geborgen worden.

Die Suche nach Vermissten sei damit abgeschlossen, teilte die Polizei in Köln am Freitag mit. Die Aufräumarbeiten und die Spurensicherung der Brandermittler gingen jedoch weiter. Insgesamt kamen bei dem Unglück am 27. Juli damit sieben Menschen ums Leben.

Die Betreiberfirma Currenta sprach von einem "traurigen Tag". Das Unternehmen sei in Gedanken bei den Familien und Freunden der Toten, erklärte Geschäftsführer Frank Hyldmar am Freitag.

Bei dem Unglück wurden zudem 31 Menschen verletzt, einer davon schwer. Laut Werksleitung ereignete sich die Explosion im Tanklager der Sondermüllverbrennungsanlage des Chemieparks, in der Produktionsrückstände der dort ansässigen Firmen gesammelt und entsorgt werden.

Drei Tanks mit organischen Lösungsmitteln gerieten in Brand. Darin befanden sich nach ersten Schätzungen der Betreiber 600.000 bis 900.000 Liter Lösungsmittel. Die Ursache für das Unglück war weiter unklar.

Eine erste Analyse von Rußpartikeln, die anschließend über dem Stadtgebiet niedergingen, ergab keine Rückstände von Dioxin oder dioxinähnlichen Stoffen. Auch für die weitere Umgebung gab das nordrhein-westfälische Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Entwarnung. Die Analyse von Pflanzen- und Bodenproben auf Bestandteile von Agrarchemikalien ergaben demnach "keine relevanten Konzentrationen und keinerlei Grenzwertüberschreitungen".

ald/cfm



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