Razzia beim Schwimmverband LEN

Im Zuge einer Razzia beim europäischen Schwimm-Verband LEN in Nyon (Schweiz) ist unter anderem Präsident Paolo Barelli ins Visier der Ermittler geraten.

Wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten, beschlagnahmte die Schweizer Polizei zahlreiche Dokumente im Rahmen einer Untersuchung wegen angeblich finanzieller Unregelmäßigkeiten und "unangemessenem Verhalten" der LEN-Führung.

Die Polizei bestätigte laut Corriere della Sera den Einsatz, die Staatsanwaltschaft des Bezirks La Cote habe "ein Ermittlungsverfahren gegen die LEN-Führungskräfte eingeleitet". Neben Barelli, ebenfalls Vorsitzender des italienischen Schwimmverbandes, stehen auch Generalsekretär David Sparkes und der ehemalige Schatzmeister Tamas Gyarfas im Fokus der Ermittlungen.

Die LEN wies die Anschuldigungen zurück und habe erwartet, dass die "Behörden Informationen und Dokumente als Teil des normalen Verfahrens anfordern", wie ein Sprecher dem Fachportal insidethegames sagte.

Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht der Vorwurf, dass italienische "Beraterfirmen" mit angeblich engem Kontakt zu den Beschuldigten einen Prozentsatz der TV-Einnahmen der LEN erhielten. Diese sollen dem Verband davor zu einer Erhöhung der Gebühren verholfen haben.


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