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Weitere Ortschaften im Norden Teneriffas evakuiert

Der Nationalpark am Vulkan Teide wurde geschlossen

Auf der Kanaren-Insel Teneriffa breitet sich der riesige Waldbrand weiter aus. Am Samstag hätten fünf Ortschaften im Norden der Urlaubsinsel evakuiert werden müssen, schrieb Katastrophenschutzchef Manuel Miranda im ehemals Twitter genannten Onlinedienst X. Hohe Temperaturen und starke Windböen erschwerten die Löscharbeiten.

Bislang gingen nach Behördenangaben bereits rund 5000 Hektar Wald in Flammen auf. Etwa 225 Feuerwehrleute versuchten auch in der Nacht, die Brände unter Kontrolle zu bringen.

Spaniens Innenminister Fernando Grande-Marlaska wurde am Samstag zusammen mit Tourismusminister Hector Gomez im Waldbrandgebiet erwartet. Ministerpräsident Pedro Sánchez wollte die Region am Montag besuchen.

Der Waldbrand war am Dienstagabend im Nordosten der Insel ausgebrochen. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen, andere wurden aufgefordert, wegen der starken Rauchentwicklung nicht ins Freie zu gehen. Der bei Touristen beliebte Nationalpark am Vulkan Teide wurde geschlossen. Die Flammen wüten in den Hügeln unterhalb des Vulkans in der Nähe mehrerer Dörfer.

Die vor der nordafrikanischen Küste im Atlantik gelegene spanische Inselgruppe der Kanaren war kürzlich von einer extremen Hitzewelle heimgesucht worden, die in vielen Regionen für Trockenheit gesorgt und die Waldbrandgefahr erhöht hat. Erst im Juli hatten auf der Nachbarinsel La Palma heftige Brände gewütet. 

lan/ck


© Agence France-Presse