„Thema Batterie international hoch im Kurs“

MEET-Leiter Martin Winter berichtet über den Besuch aus Stanford und Twente im Batterieforschungszentrum.

[upm] Hochrangige Expert*innen der Universitäten Stanford (USA) und Twente (Niederlande) werden das MEET Batterieforschungszentrum der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster im Rahmen einer „Winter School“ vom 24. bis 26. Januar besuchen. Vor etwa einem Jahr war eine Delegation der WWU Münster, darunter Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels und Prof. Dr. Martin Winter, mit einer Delegation der Universität Twente zur Stanford University nach Kalifornien gereist. In den Gesprächen ging es unter anderem um die Rolle der Batterieforschung und der Energiespeicherung als weltweite Herausforderungen der Energie- und Mobilitätswende. Die Kooperation zwischen Münster, Twente und Stanford in der Batterieforschung soll ausgebaut werden, um hochqualifizierte Batterieforscher*innen auszubilden. Kathrin Kottke sprach mit Martin Winter, dem Direktor und wissenschaftlichen Leiter des MEET Batterieforschungszentrums und des Helmholtz-Instituts Münster (HI MS) zugeordnet dem Forschungszentrum Jülich, über die wissenschaftliche Bedeutung des Besuchs und darüber, welche nächsten Schritte in der Zusammenarbeit geplant sind.


Über welche gesellschaftlich relevanten Themen tauschen Sie sich aus?

International steht das Thema Batterie und die Forschung hoch im Kurs. So gibt es in den USA, den Niederlanden und Deutschland zahlreiche übergreifende, teilweise milliardenschwer geförderte nationale Aktivitäten. Gerade die letzten Monate haben uns schmerzvoll gezeigt, wie wertvoll ein diversifiziertes Energie- und Mobilitätssystem ist. Ein System, das es jetzt aufzubauen gilt, das resilient, technologiesouverän und nachhaltig ist – die Batterie nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein.


Wie ergänzen sich die jeweiligen Expertisen der einzelnen Partner aus Münster, Twente und Stanford?

Zwischen Twente und Münster gibt es traditionell und auf vielen Wissensgebieten einen regen Austausch, der zunehmend von beiden Universitäten formalisiert wird. In der Batteriethematik ergänzen sich die Stärken von Twente in den Nano- und Ingenieurswissenschaften in hervorragender Weise mit den Fähigkeiten der Teams vom MEET und HI MS. Zwischen den USA und Deutschland gibt es eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Kooperation, die gerade in die zweite Förderphase getreten ist. Münster leitet das Projekt, an dem auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Stanford beteiligt sind. In einer zukünftigen trilateralen Aktivität können wir gemeinsam einen großen Teil der Wertschöpfungskette von Batterien über die vorhandenen Expertisen abdecken. Das ist sehr attraktiv für alle Teilnehmer, wie sich bereits bei unserem Besuch im Mai in den USA gezeigt hat.


Wie soll die Kooperation in den kommenden Jahren fortgeführt werden?

Unsere ,Winter School' bildet den konkreten Kooperations-Startpunkt. Ein Ziel des Workshops ist es, die nächsten Schritte zu planen. Nachdem das Thema Batterie und auch das übergeordnete Thema Nachhaltigkeit große Aufmerksamkeit an allen drei Standorten genießt und zukünftig gezielt über die gemeinsame internationale Kooperation ausgebaut werden soll, freuen wir uns, dass dieses Treffen der Anfang für mehr ist.



Zum Programm

Neben dem fachlichen Austausch werden sich sechs Wissenschaftler bei einem Empfang im Friedenssaal in das Goldene Buch der Stadt Münster eintragen. Neben Martin Winter und Prof. Dr. Simon Lux von der Universität Münster wird Prof. Dr. Yi Cui und William Chueh von der Universität Stanford sowie Prof. Dr. Mark Huijben und Prof. Dr. Sebastian Thiede von der Universität Twente diese Ehre zuteil.



Titelbild: Arbeit im Trockenraum: Ziel der Expert*innen im MEET-Batterieforschungszentrum ist es, nachhaltige und leistungsstarke Batterien der Zukunft zu entwickeln und die Batteriezellfertigung in Europa voranzutreiben.

Foto: WWU - Michael C. Möller



Westfälische Wilhelms-Universität (WWU) Münster




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