„PARK(ing) Day“ in Münster

Aktivismus, Kickern und Basketball spielen auf der Hammer Straße

Freitag, 16.9.2022, ab 13.00 Uhr fand auf der Hammer Straße zwischen Ludgeristraße und der Kreuzung Geiststraße der diesjährigen PARK(ing) Day statt. Ein vielfältiges Bündnis von sozial und ökologisch engagierten Gruppen und Initiativen aus Münster fand sich unter dem Motto "Viertel for Future"/ "PARK(ing) Day @ Hammer Straße" zusammen, um einen autofreien Raum als Oase der Ruhe, des Spiels und des kritischen Denkens zu schaffen.  

Die Hammer Straße war am Freitagnachmittag voll mit Menschen, Ständen und Aktivitäten. Anders als üblich, waren keine Autos vorzufinden. Die Parkflächen und auch die Fahrbahn waren frei von Autos, dafür aber gefüllt mit Leben, Familien, Aktivsten*innen und unterschiedlichen Angeboten der vertretenen Initiativen und Gruppen aus Münster.


Die Initiative „Fridays for Future Münster“ bot den Besucher*innen ein vielfältiges Angebot. Neben der Möglichkeit des Austausches in der Sofaecke gab es das Dosenwerfen auf Ölkonzerne. Außerdem konnten Plakate für den anstehenden Klimastreik am 23. September gebastelt werden. 

Jule Asmoth Studentin und Mitglied der Initiative „Fridays for Future Münster“ blickte positiv auf den Nachmittag und erhoffte sich, gemeinsam mit den anderen Vertreter*innen, mit den Besucher*innen ins Gespräch zu kommen und deutlich zu machen, wie viel Lebensraum durch Autos in der Innenstadt verloren geht. Den Autos soll weniger Raum gegeben werden, nicht nur um den Lebensraum in der Stadt anders gestalten zu können, sondern auch um dem Ziel der Klimaneutralität näherzukommen. 


Ein paar hundert Meter weiter war der Stand der Interessengemeinschaft „Fahrradstadt.ms“. Für Steffen Kattert, Mitglied der Initiative und des Organisationsteams, war es bereits der vierte PARK(ing) Day. Er erfreute sich daran, die Familien und Kinder auf der Straße zu sehen, was an anderen Tagen nicht möglich ist, da die Hammerstraße eine viel befahrene Straße ist. Ziel der Demonstration sei es nicht, die Autos vollkommen zu eliminieren, vielmehr ginge es darum, aufmerksam zu machen, wie viel Raum den Autos geschenkt wird und dies langfristig zu reduzieren. Zudem setzen sie sich unter anderem dafür ein, dass die Radwege in Münster weiter ausgebaut werden und eine realisierbare Verkehrswende stattfindet. Dabei wird auf den Mobilitätsplan der Stadt Münster verwiesen, welcher als utopisch und nicht umsetzbar eingestuft wurde. „Das Image der Fahrradstadt soll auch umgesetzt werden“, sagte Steffen Kattert.  

Der PARK(ing) Day wurde von Besucher*innen, aber auch von den Teilnehmenden gelobt. Bei sonnigem Wetter wurde musiziert, gemalt und diskutiert. Das breite Angebot beinhaltete Podiumsdiskussionen, Bastelaktionen für Kinder und Erwachsene, kulinarische Köstlichkeiten und den Raum für Bewusstseinsschaffung und Veränderungen.  



Fotos und Text: Zena Abu-Tair



Webauftritt von stadt40

Teile jetzt diesen Artikel