Tipps bei Hitze

Malteser geben Tipps auch für ältere Menschen

Was trinke ich am besten bei heißen Temperaturen? Wie erkenne ich einen Hitzschlag und was kann ich dagegen tun? Warum sind Ältere besonders gefährdet und wie können sie sich schützen? Diese und weitere Fragen klärt Malteser Bundesarzt Dr. Rainer Löb.

Köln. Hitze gehört zum Sommer dazu. Doch extreme und andauernde Hitze kann vor allem für ältere Menschen gefährlich werden. Die Malteser geben Tipps, wie man sich an solch warmen Tagen vor Dehydrierung oder Hitzschlag bewahren kann. Jeder weiß, dass gerade ältere Menschen viel trinken sollten – nur: wie trinke ich richtig? Dr. Rainer Löb, Bundesarzt der Malteser, rät: „Trinken Sie ausreichende Mengen, das können auch schon einmal zwei bis drei Liter am Tag sein.“ Denn bei heißen Temperaturen verlieren wir durch Schwitzen deutlich mehr Flüssigkeit, und daher auch Salze wie Elektrolyte. Daher sollte man trinken, bevor man durstig wird. Am besten geeignet sind Mineralwasser, Säfte als Schorle oder ungesüßte Tees wie Früchte- oder Kräutertee – am besten nur leicht gekühlt oder lauwarm. Mineralwasser hat auch als Leitungswasser in Deutschland eine gute Qualität und enthält genügend Salze/Elektrolyte. Nicht geeignet hingegen ist Alkohol. Denn Alkohol erweitert die Blutgefäße und es kann zu Schwindelgefühlen bis hin zur Bewusstlosigkeit oder einem schnellen Herzschlag kommen.

Anzeichen für einen Hitzschlag

Dennoch kann es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Hitzschlag kommen. Doch wie verhindere oder erkenne ich den? „Wenn der Körper keine Möglichkeit mehr hat, die Hitze ausreichend zu bewältigen und abzuleiten, kann es zu einem Hitzschlag kommen“, erklärt Dr. Rainer Löb. „Besonders, wenn die Nächte heiß sind, wir keine ausreichende Erholung haben oder der Mensch direkter Sonnenstrahlung, vielleicht auch noch verbunden mit körperlicher Anstrengung, ausgesetzt ist. Das kann lebensbedrohlich sein.“

Anzeichen für einen Hitzschlag sind erhöhte Körpertemperatur, heiße und trockene Haut, beschleunigter Pulsschlag, Müdigkeit und Erschöpfung, Krämpfe und Erbrechen, aber auch Schwindelgefühl, Verwirrtheit, Halluzinationen. Bei Bewusstlosigkeit muss der Rettungsdienst unter 112 gerufen werden. Ist der Betroffene bei Bewusstsein, ist es wichtig, ihn unmittelbar in den Schatten zu bringen und etwas zum Trinken zu geben – niemals eiskalt. Das ist wichtig, da der Körper sonst zu viel Energie dafür verbraucht, die Flüssigkeit aufzuwärmen. Außerdem kann der Körper mit feuchten Tüchern gekühlt werden.

Wie können sich ältere Menschen schützen?

Ältere Menschen sind besonders bei Hitze gefährdet, da der Mechanismus der „Selbstkühlung“ durch Schwitzen deutlich vermindert sein kann. Außerdem nimmt das Durstgefühl mit dem Alter ab und in vielen Fällen sind Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Krankheiten, Nierenerkrankungen oder weitere Beschwerden vorhanden, die die Gefahr erhöhen können. Das Risiko von Verwirrtheit, Stürzen, Kreislaufproblemen, Austrocknung und Problemen bis zum Kreislaufstillstand ist größer. Auch hier weiß Dr. Löb Rat: „Setzen Sie sich nicht direkt der Sonne aus, bedecken Sie Kopf und Nacken, meiden Sie körperliche Anstrengungen. Ganz wichtig: trinken Sie ausreichende Mengen! Halten Sie Ihre Räume kühl und lüften nur früh am Morgen und nachts, wenn es kühler ist. Tagsüber lassen Sie die Jalousien herunter und die Türen geschlossen. Essen Sie herzhaft, am besten Salziges – und nicht schwer. Setzen Sie sich aber auch nicht direkt in Zugluft.“ Wenn Sie diese Tipps beherzigen und auch anderen gegenüber aufmerksam sind, sollten wir die heißen Tage gut überstehen.


Malteser


Foto: Dr. Rainer Löb

Fotograf: Olav Stolze/Malteser



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