Vier neue Bundesrichter:innen kommen aus NRW

Der Bundesrichterwahlausschuss entscheidet in geheimer Abstimmung mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

.Vier Richterinnen und Richter aus Nordrhein-Westfalen sind am Donnerstag, 7. Juli 2022, bei den Bundesrichterwahlen in Berlin zu neuen Bundesrichterinnen und Bundesrichtern gewählt worden. Dies gab das Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen bekannt.

Im Einzelnen wurden gewählt:

Zur Richterin am Bundesgerichtshof (BGH):

Dr. Nadine Grau (44) ist Richterin am Oberlandesgericht in Köln. Sie war zunächst Richterin am Landgericht in Köln. Später war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Bundesgerichtshof abgeordnet. Seit 2017 war sie in verschiedenen Zivilsenaten des Oberlandesgerichts Köln tätig. Neben ihren richterlichen Aufgaben ist sie mit Angelegenheiten der Justizverwaltung befasst.

Zum Richter am Bundesverwaltungsgericht (BVerwG):

Dr. Kolja Naumann (41) ist Richter am Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster. Er war zunächst Richter am Verwaltungsgericht in Köln und später als Referent an das Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen abgeordnet. Im Jahr 2015 erfolgte eine Abordnung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Bundesverfassungsgericht. 2018 wurde er zum Richter am Oberverwaltungsgericht ernannt und ist dort Mitglied des 5. Senats. Neben seiner richterlichen Tätigkeit leitet er das Personaldezernat des Oberverwaltungsgerichts.

Zur Richterin am Bundesfinanzhof (BFH):

Dr. Franziska Peters (42) ist Richterin am Finanzgericht Münster. Bevor sie im Jahr 2012 in die Finanzgerichtsbarkeit des Landes eintrat, war sie als Rechtsanwältin und Steuerberaterin in Bonn tätig. Neben ihrer richterlichen Tätigkeit im 1. Senat, der mit Verfahren aus den Gebieten des Ertragssteuerrechts und des Familienleistungsausgleichs befasst ist, leitet sie das Dezernat für Presse und Öffentlichkeitsarbeit und ist Pressesprecherin des Finanzgerichts Münster.

Katharina Wagner (53) ist Ministerialrätin im Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Jahr 2001 trat sie in den richterlichen Dienst der Finanzgerichtsbarkeit des Landes ein. Nach einer Abordnung als Referentin in die Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen im Jahr 2018 erfolgte im selben Jahr die Abordnung als Leiterin des Kabinettreferats in das Ministerium der Justiz. 2019 wurde sie zur Ministerialrätin ernannt.

Hintergrund:

Der Bundesrichterwahlausschuss entscheidet in geheimer Abstimmung mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Er setzt sich zusammen aus den 16 jeweils zuständigen Landesministerinnen und Landesministern sowie 16 vom Bundestag gewählten Mitgliedern.

Land Nordrhein-Westfalen Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen




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