Umfangreiche Reformen im Bistum Münster

Ab 2021 wird es folgende Fachgruppen geben: Fachgruppe Gesundheit und Pflege für die Mitarbeitenden aus Krankenhäusern, Altenheimen, Ambulanter Pflege,...

Münster - (pbm) -  Eine Reform ihrer Strukturen hat am 3. Februar die Diözesane Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen im Bistum Münster (DiAG-MAV) beschlossen. Mit großer Mehrheit sprachen sich die Delegierten dafür aus, eine solche Reform ab der MAV-Wahl 2021 umzusetzen.

Dem Beschluss vorausgegangen war ein anderthalbjähriger Prozess, der mit Unterstützung des Bistums auf allen Ebenen der DiAG-MAV durchgeführt werden konnte. In dem Zusammenhang fanden eine Befragung aller 600 Mitarbeitervertretungen im Bistum Münster – auch im Offizialatsbezirk Oldenburg – und mehreren Diskussionsrunden der DiAG-Mitgliederversammlung, dem „Parlament der DiAG-MAV“ mit Delegierten aus dem gesamten Bistum Münster statt.

Auf dieser Grundlage wurde jetzt beschlossen, dass die Regionalen Arbeitsgemeinschaften der DiAG-MAV bestehen bleiben und zusätzlich „Fachgruppen“ eingerichtet werden. Darin soll der berufsbezogene Austausch stattfinden. „Wir sind froh“, sagte Martin Wennekers, Vorsitzender der DiAG-MAV, „dass dieser Prozess so sachorientiert und strukturiert vonstatten gegangen ist.“

Ab 2021 wird es folgende Fachgruppen geben: Fachgruppe Gesundheit und Pflege für die Mitarbeitenden aus Krankenhäusern, Altenheimen, Ambulanter Pflege, Reha-Kliniken, Psychiatrien und Pflegeschulen; Fachgruppe Erziehungs- und Eingliederungshilfen für Behindertenhilfe und Jugendhilfe; Fachgruppe Kirchengemeinden und andere kirchliche Einrichtungen für Kirchengemeinden, Bildungswerke, Bildungsforen, Bischöfliches Generalvikariat, Kreisdekanate, Zentralrendanturen, Bildungshäuser, katholische Verbände und Offizialat sowie die Fachgruppe Caritas und Beratung für die Mitarbeitenden der Caritasorts-, landes und -diözesanverbände sowie für den Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) und den Sozialdienst katholischer Männer (SKM). Darüber hinaus bleiben die MAVen der Schulen und der Pastoralreferentinnen und -referenten als bisherige „berufsspezifische Fachgruppen“ bestehen.

Diese Fachgruppen wird es künftig in zwei Bistumsteilen geben: im Gebiet „Südwest“ mit den Kreisdekanaten Wesel, Kleve, Borken und Recklinghausen und im Gebiet „Nordost“ mit den Kreisdekanaten Warendorf, Coesfeld, Steinfurt und dem Stadtdekanat Münster sowie dem oldenburgischen Teil des Bistums. Für den oldenburgischen Teil wird zusätzlich eine eigene Fachgruppe „Gesundheit und Pflege“ sowie „Kirchengemeinden und andere kirchliche Einrichtungen“ eingerichtet. Die regionalen Arbeitsgemeinschaften sowie die Fachgruppen werden jeweils zweimal im Jahr ganztägig tagen.

Zudem soll der Vorstand der DiAG-MAV vergrößert werden. Bisher besteht er aus drei Personen. „Wir sind bundesweit die größte DiAG-MAV, haben aber den kleinsten Vorstand. Die Dauerbelastung der Vorstandsmitglieder muss verringert und die Arbeit auf mehr Schultern verteilt werden“, erklärte Wennekers. Dazu würden in Kürze Gespräche mit der Bistumsleitung geführt werden.

Münsters Generalvikar Dr. Klaus Winterkamp, der als Gast auf der Klausurtagung der DiAG-MAV über die Sparpläne des Bistums informierte, wurde über den Beschluss der Strukturreform während der Tagung bereits informiert.

Bildunterschrift: Wichtige Strukturreformen beschloss die Diözesane Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen im Bistum Münster bei ihrer Klausurtagung.

Foto: DiAG-MAV.