Politologen über Wladimir Putin und Diktaturen

Über Wladimir Putin bis zum 22.2.22: Der britische Premierminister Boris Johnson warnte angesichts der drohenden Eskalation vor dem größten Krieg in Europa seit 1945.

Übertriebene Prognose?

–Absurde Angst?

 

Eher nein…

 

Erschreckende Meldungen ab dem 23.2.22:

Wladimir Putin verkündet im TV den Beginn des Militäreinsatzes ..… Er fabuliert, in der Ukraine (im Donbass) sterben ethnischen Russen durch einen Völkermord und behauptet, das Land müsse von Nazis befreit werden… Russland greift die ganze Ukraine an, mit Bodentruppen und mit Raketen …

So ein Feldzug muss seit langem geplant gewesen sein …  Zu allem Übel dieser aggressiven Invasion kommt noch Putins formulierter Horror mit einem Atomschlag:

„Jetzt sehr wichtige Worte … Wer auch immer versucht, uns zu behindern..., muss wissen, dass die Antwort Russlands sofort erfolgen und zu Konsequenzen führen wird, die Sie in Ihrer Geschichte noch nie erlebt haben... 

Alle nötigen Entscheidungen wurden in dieser Hinsicht getroffen.   

…….… Ich hoffe, dass ich gehört werde…....……“

 

Die Politologin und Diktaturforscherin Erica Frantz warnte schon vor Kriegsbeginn, dass sich Russland zu einer „personalistischen Diktatur“ entwickelt habe.

Geführt werde das atomar bewaffnete Land von einer einzigen Person, denn die staatlichen Institutionen seien ausgehöhlt und alle Funktionäre seien treue Genossen.

„In einem solchen Umfeld gehen politische Führer höhere Risiken ein“, warnte Erica Frantz.


Regimekritiker wurden oftmals ermordet: Oppositionspolitiker Boris Nemzow nannte Russland einen Mafiastaat, in dem wenige Leute vom Mafiosi Putin gefüttert würden. Für sie gelten keine Gesetze, Putin sei das „Dach“ der Diebe. Nemzow starb 2015 durch 4 Schüsse.

Weitere medial bekannte Opfer:

die Menschenrechtlerin Natalja Estemirowa, Bürgerrechtler Stanislaw Markelow, Ex-KGB-Mann und Putin-Kritiker Alexander Litwinenko, Reporterin Anna Politkowskaja oder Paul Klebnikow, der Autor des Buches: „ …die Macht der Oligarchen“…

Nach dem Zerfall der Sowjetunion ab März 1990 waren die staatlichen Regulierungsbehörden und Gerichte schwach, womit sie durch Schmiergelder käuflich wurden. Folglich etablierte sich ein System aus Korruption und Verbrechen.

Lauren Goodrich, eurasische Analystin:

„Viele der heutigen Oligarchen hatten keine Skrupel, Land oder Besitztümer, die vorher dem Staat gehörten, zu stehlen.“ Jetzt ist Ukraine im Visier, von einem Autokraten, für den menschliche Werte und Rechte offensichtlich nicht zählen, der im Prunk seines Kremls Pläne schmiedet, die ihm zu noch größerer Macht verhelfen sollen, egal was es kostet.

Wladimir Putin

Viele Menschen spüren oder sehen es: Gravierende Dinge geraten außer Kontrolle. Regierende der westlichen Demokratien blieben der Winterolympiade in China aus Protest wegen der Verletzung von Menschenrechten fern. Putin allerdings nahm die Einladung von Xi Jinping gerne an und nannte die Beziehungen zu Peking beispiellos. Was ihn möglicherweise beeindruckt ist Chinas Erfolg, in den letzten Jahren mehr Milliardäre hervorgebracht zu haben als die USA.

Kurze (reduzierte) Info:

Eine große Rolle spielten die staatseigenen Konzerne, die von den Staatsbanken enorme Geldmittel bekamen. …… Das bot super Chancen zur Bereicherung …….. Viele der 90 Millionen Parteileute verschafften sich untereinander Vorteile, wenn es um die Vergabe von Aufträgen oder Lizenzen ging. Neben Schmiergeldern halfen auch gekaufte Doktor-Titel, z. B. für das Recht, das Management usw. Die absurde Menge der Untaten fabrizierte zwar stetig Fehlinvestitionen und Schulden, hievte aber die Anzahl der Milliardäre stark nach oben.

(Siehe n-tv.de oder manager-magazin.de).

Im Jahre 2012 beschrieb Chinas Machthaber Xi Jinping den Wahnsinn mit folgenden Worten:

"Die Korruption verbreitet sich in China wie Würmer in einem Kadaver.“

Deshalb wurden z. B. 2013 über 100.000 Funktionäre abgesetzt oder vor Gericht gestellt.

 

Trotzdem ändert sich nicht das: Siehe FAZ / 10.2.22: Ein ehemaliger Milliardär packt aus: Desmond Shum stieg mit der „roten Aristokratie“ sensationell auf… Jetzt klagt er die mafiösen Strukturen an:

„Über dem Staat sitzt die Partei, und die schöpft den Reichtum ab. Jedes Unternehmen, jeder Geschäftsmann muss Parteifunktionäre und Bürokraten bezahlen … oft 30 % Provision für große Deals. … Auch heute…nur etwas subtiler... Die Korruption wurde niemals ausgerottet, weil sie Teil des Systems ist. Die wahre Macht hält ausschließlich der innere Zirkel der Kommunistischen Partei.“


Der Drache verheißt symbolisch Glück und Reichtum. Dazu gesellt sich immer mehr ein ungeheures Streben nach Macht. 2049 wird die Volksrepublik 100 Jahre alt, dann soll China die führende Weltmacht sein, und zwar wirtschaftlich und politisch. Deshalb rüstet die Armee wie irre auf und will möglichst bald Hongkong und Taiwan integrieren. Ende Januar 2022 drangen wieder chinesische Kampfjets in Taiwans Luftraum ein, 39 Maschinen, und lösten großen Alarm aus. Die als abtrünnig bezeichnete Inselrepublik, ein demokratischer Staat, protestiert gegen Pekings Pläne und Drohungen.

Josef Wu, Außenminister Taiwans: Es ist offensichtlich, dass China irgendwann angreifen möchte...


Abschließend wieder zu Russland, dem flächenmäßig größten Land der Erde mit gewaltigen Boden-schätzen. Eine vernünftige Politik könnte durchaus Wohlstand und zufriedene Bürger schaffen. Wie wenig Putin das interessiert, zeigt sich nicht nur durch die bestehende Oligarchie – die auch ihm Superreichtum einbrachte. Der mithin gewachsene Machthunger drängte ihn 2014 zur Annexion der Krim. Und danach sparte Putin, laut Recherchen, bei Sozial- und Gesundheitsausgaben, um den aktuellen Krieg zu finanzieren. 2021 flossen wohl über 240 Mrd. Dollar durch Rohstoffexporte ins Land, von dem u. a. das Militär profitierte.

Um beim Ukrainekrieg Sanktionen durch den Westen wirtschaftlich zu verkraften, wurden Schulden minimiert, Devisenreserven erhöht und ein staatlicher Fonds mit rund 185 Mrd. Dollar gefüllt… –

Iwona Wiśniewska vom Zentrum für Oststudien:

"Seit mehreren Jahren deutet sich an, dass sich Russland auf dunkle Szenarien vorbereitet".

– www.welt.de/... „…Jahrelang für den Krieg gespart - woher Putins Milliarden stammen…“  

 

Ja, gravierende Dinge drohen aus dem Ruder zu laufen. Und deshalb sind Informationen durch seriöse Medien so wichtig. Noch kann man sie in unseren Demokratien als „vierte Gewalt“ bezeichnen, die bspw. jetzt schlimmste Verbrechen durch Russland aufdecken und Maßnahmen initiieren, die hoffen lassen, etwas retten … zu können.

 

Hier der Link zu meinem Tatsachenroman…

 

https://www.amazon.de/dp/3743949431/ref=rdr_ext_sb_pi_hist_1  


Roman  

Hinweis: Dieser Artikel gibt die Meinung es Autoren wieder.



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