Neuer Schlag für Mutter-Teresa-Schwestern

Die Mutter-Teresa-Schwestern müssen in Kanpur m Bundesstaat Uttar Pradesh ein Kinderheim schließen, das sie dort seit Jahrzehnten unterhalten.

Nach ihren Angaben haben die Behörden auf die Schließung der Einrichtung hingewirkt. Dabei werde als Begründung angegeben, der Pachtvertrag für das Kinderheim sei seit über zwei Jahren abgelaufen.

Das Heim in Kanpur war vor über fünfzig Jahren von der Gründerin der „Missionarinnen der Nächstenliebe“, Mutter Teresa von Kalkutta, gegründet worden. Die gebürtige Albanerin, eine Trägerin des Friedensnobelpreises, starb 1997; sie wurde 2016 von Papst Franziskus heiliggesprochen.

Orden soll Geldstrafe zahlen

Nach Angaben von ucanews ging die Anordnung zur Schließung des Heims vom Verteidigungsministerium aus, da das Grundstück dem indischen Militär gehöre. Das Ministerium verlange außerdem vom Orden eine hohe Geldsumme für die „unerlaubte Nutzung des Geländes“.

Schon Ende Dezember waren die „Missionarinnen der Nächstenliebe“ von einer Anordnung der Regierung getroffen worden. Dabei wurde ihnen die Fähigkeit zum Entgegennehmen von Spenden aus dem Ausland abgesprochen, weil sie den Kriterien dafür nicht mehr entsprächen.

Ständig neue Schikanen

Die Gemeinschaft erhält gewöhnlich jedes Jahr Spenden in Millionenhöhe aus dem Ausland. Von der Anordnung aus Delhi waren neben den Mutter-Teresa-Schwestern auch andere Gruppen und Verbände betroffen.

Menschenrechtler sprechen von einem wachsenden Druck der Behörden auf Christen in Indien. Dafür machen sie vor allem die hindu-nationalistische Partei BJP von Ministerpräsident Narendra Modi verantwortlich, die in Delhi an der Macht ist. Immer wieder wird von Gewalt und Schikanen gegen die christliche, aber auch gegen die muslimische Minderheit berichtet.

(ucanews – sk)

ucanews



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