Plötzlich Mülltrennung

Erste Wohnung konfrontiert mit der Mülltrennung

Köln - (ots) - Jetzt starten die Wintersemester und Berufsausbildungen. Für viele Studierende und Auszubildende heißt das: Bei den Eltern ausziehen. Wer zum ersten Mal seinen Haushalt oder den in einer WG organisiert, muss sich einigen Herausforderungen stellen: kochen, waschen, putzen und wie funktioniert das mit der Mülltrennung? Das erklärt die Initiative "Mülltrennung wirkt". Denn mit der richtigen Mülltrennung klappt es nicht nur mit Vermieter*innen und der Hausgemeinschaft. Sie ist außerdem wichtige Voraussetzung für das Funktionieren von Recyclingkreisläufen und hilft, Ressourcen und Umwelt zu schonen.

Hausverwaltung oder Vermieter*innen sorgen dafür, dass Kommune und Entsorger Abfalltonnen für das Wohnhaus bereitstellen. Doch für die korrekte Mülltrennung sind Mieter*innen selbst verantwortlich. Zwar kennen sich die meisten Deutschen mit der Mülltrennung grundlegend aus. Doch immer noch finden sich durchschnittlich 30 Prozent falsch entsorgter Abfall in der Gelben Tonne oder im Gelben Sack. Das kann schnell zu Verstimmung führen. So kann nicht korrekt entsorgter Abfall zusätzliche Kosten für alle Mieter*innen verursachen. Darüber hinaus gehen durch diese Fehlwürfe wichtige Rohstoffe verloren. Wie die Müllentsorgung im neuen Zuhause funktioniert, ist in der Hausordnung geregelt. Wie der eigene Müll richtig getrennt wird, das erklärt die Initiative der dualen Systeme "Mülltrennung wirkt".

"Mülltrennung, das wird nicht erst mit der ersten eigenen Wohnung ein wichtiges Thema", so Axel Subklew, Experte der Initiative. "Denn die richtige Mülltrennung ist nicht nur gut fürs nachbarschaftliche Klima. Sie ist vor allem Voraussetzung für das Funktionieren von Recyclingkreisläufen. Geraten Wertstoffe wie Kunststoff, Glas oder Papier in den Restmüll, gehen sie verloren und können nicht recycelt werden." Die dualen Systeme organisieren die Sammlung, Sortierung und Verwertung gebrauchter Verkaufsverpackungen in Deutschland.

Mülltrennung für Einsteiger - die Basics

Die einfache Grundregel lautet: In die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack gehören ausschließlich gebrauchte und restentleerte Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas sind. Das sind Leichtverpackungen aus Kunststoff wie Joghurtbecher oder leere Shampoo- und Putzmittelflaschen. Auch Aluminium- und Weißblechverpackungen wie Konservendosen oder Senftuben und Verbundmaterialien, wie Milch- und Getränkekartons, kommen in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Papier, Pappe und Karton werden in der meist blauen Altpapiertonne gesammelt. Glasflaschen und Einweggläser werden, nach Farben sortiert, in die entsprechenden Altglascontainer geworfen. Organische Abfälle wie Gemüse- und Obst- oder Speisereste kommen in die braune oder grüne Biotonne. In die graue oder schwarze Tonne gehört der Restmüll. Das sind Hygieneartikel wie Kosmetik- oder Papiertaschentücher und Einwegrasierer. Restmüll sind auch gebrauchte Küchentücher, Zigarettenkippen, abgelaufene Medikamente oder unbrauchbare Stifte.

Trenntipps für Fortgeschrittene

Für die perfekte Mülltrennung gibt es ein paar Besonderheiten:

Verpackungen aus Kunststoff: Verpackungen wie Joghurtbecher müssen nicht gespült werden. Sie sollten allerdings keine Reste mehr enthalten. Bestandteile wie Deckel (Aluminium), Becher (Kunststoff) und Banderole (Papier) werden getrennt voneinander entsorgt. Verpackungen nicht ineinander stapeln. Altpapier: Stark verschmutztes Papier, zum Beispiel der leere Pizzakarton, an dem noch jede Menge Tomatensauce klebt, kommt in die Restmülltonne. Das gilt auch für Kassenzettel, die auf Thermopapier gedruckt sind. Das Recycling von Altpapier ist übrigens sehr effizient: Papier kann zehn- bis 25-mal recycelt werden. Glasverpackungen: Kommen nach Farben sortiert in die Altglascontainer. Doch, wohin mit blauem oder rotem Glas? Das gehört in den Grünglascontainer. Glasscherben können ohne Qualitätsverlust beliebig oft eingeschmolzen werden.

Richtig trennen: gut fürs Klima

Das Freiburger Öko-Institut hat berechnet, dass durch das Recycling von Verpackungen aus der Gelben Tonne und dem Gelben Sack, von Glas sowie von Papier, Pappe und Karton in Deutschland jährlich mindestens 3,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden. Das entspricht den Treibhausgasemissionen einer Stadt in der Größe von Bonn im gleichen Zeitraum. Wer die Grundregeln der Mülltrennung beherzigt, macht also nicht nur für das gute nachbarschaftliche Klima alles richtig.

Über "Mülltrennung wirkt"

"Mülltrennung wirkt"ist eine Initiative der dualen Systeme in Deutschland. Die dualen Systeme organisieren mit ihren Dienstleistern aus der Entsorgungs- und Recyclingbranche die Sammlung, Sortierung und Verwertung gebrauchter Verkaufsverpackungen. Grundlage für ihre Arbeit ist das Verpackungsgesetz. An der bundesweiten Initiative "Mülltrennung wirkt" sind aktuell zehn duale Systeme beteiligt. Gemeinsam wollen sie aufklären, mit Irrtümern und Müllmythen aufräumen und möglichst viele Menschen zum Mitmachen motivieren.


Foto: Wer seinen Abfall richtig trennt, hilft, Klima und Ressourcen zu schonen.

Bildrechte: Initiative "Mülltrennung wirkt"

Fotograf: Steffen Jagenburg



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