„Aus Westfalen in die Südsee. Katholische Mission in den deutschen Kolonien“.

Aus Westfalen in die Südsee

Stadtmuseum Münster

Salzstraße 28, 48143 Münster

Di–Fr 10–18 Uhr ?Sa, So, Feiertag 11–18 Uhr

Eintritt frei!

Foto: Stadtmuseum Münster / Leihgeber Niedersächsisches Landesmuseum Hannover.



Termine Oktober 2018

 

1. Ausstellungen

 

22.09.2018–13.01.2019 Aus Westfalen in die Südsee. Katholische Mission in deutschen Kolonien

Was hat Münster eigentlich mit den Deutschen Kolonien des 19. Jahrhunderts zu tun? Viel mehr als man es sich vielleicht erstmal vorstellen kann. Als Deutschland im späten 19. Jahrhundert Kolonialmacht wurde, bemühten sich deutsche Missionare, in den entsprechenden Gebieten tätig zu werden. Dies betraf auch Münster/Westfalen, von wo aus vor allem katholische Missionare in die Welt zogen. Neben Afrika stellte Ozeanien – die Inselwelt des Pazifiks nördlich und östlich von Australien – eine wichtige Zielregion der Missionare dar. Die Ausstellung des Stadtmuseums, die in Kooperation mit dem Excellenzcluster Religion und Politik der Westfälischen-Wilhelms Universität konzipiert wurde, ist die erste umfangreiche Präsentation zur katholischen Mission während der Kolonialzeit, die von Münster aus in die Südsee ging. Sie beleuchtet anhand von Fotografien, Briefen, Schulmaterial, wissenschaftlichen Publikationen und herausragenden ethnologischen Objekten die Welt der Missionare und Missionsschwestern auf Papua Neuguinea, dem Bismarck Archipel und der Inselwelt Mikronesiens. Die Tätigkeit der Missionare war dabei nicht nur von den Beziehungen mit der einheimischen Bevölkerung geprägt. Das Verhältnis zur kolonialen Verwaltung ebenso wie die Konkurrenz mit Missionen anderer Konfession prägten das Wirken der Missionare. Einflüsse des Kontakts zwischen Deutschen und Menschen aus Ozeanien zeigten sich auch im Deutschen Reich: Völkerschauen, Kolonialwarenläden aber auch die Reflexe in Kunst und Mode werden beleuchtet.

 

01.09.2018–11.11.2018 Miia Autio (Finnland), Variation of White

Die Dargestellten werden schnell als Menschen aus Afrika identifiziert. Doch entsteht bei den Betrachterinnen und Betrachtern bald eine Irritation. Sie sehen keine direkte Wiedergabe der äußeren Wirklichkeit, sondern ein Bild, das Auge und Verstand transformieren. Anstatt originaler Bilder ist in der Arbeit deren farblich negativierte Umkehrung zu sehen. Auf den ersten Blick entspricht das umgekehrte Bild der Erwartung des Betrachters. Ein ähnlicher Prozess, wie Vorurteile, die sich nach einiger Zeit der Betrachtung und der Annäherung als unwahr herausstellen können. Die Arbeit hinterfragt, wie das Bild von Realität entsteht. Die Subjektivität des Blickes stellt sich heraus, wenn sich das Bild, das auf den ersten Blick als wirklich wahrgenommen wurde, als etwas Anderes enthüllt.

Miia Autio schloss mit ihrer Serie 2016 ihr Fotografiestudium an der Fachhochschule Bielefeld ab. Die Arbeit wurde für die Gruppenausstellung „gute aussichten – junge deutsche Fotografie 2016/2017“ ausgewählt, die u. a. im NRW-Forum Düsseldorf zu sehen war.

 

30.08.2018–03.02.2019: Jugend im Gleichschritt!? Die Hitlerjugend zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Zwischen 1933 und 1945 war die Hitlerjugend die mitgliederstärkste Organisation im NS-Staat. Als das „Volk von morgen“ waren die Jugendlichen Adressat der NS-Propaganda und ein wichtiger Faktor der NS-Innenpolitik. Das öffentliche Bild von der Hitlerjugend als allmächtige Institution, der man sich als Jugendlicher kaum zu entziehen vermochte, ist bis heute geprägt von Propagandaaufnahmen der Nationalsozialisten und „Erfolgsmeldungen“ einer begeisterten „Staatsjugend“.

Wie schaffte es die Hitlerjugend, aus diesen jungen Menschen eine – wie es ihre Propaganda suggerierte – „Jugend im Gleichschritt“ zu formen? Erreichte sie dieses Ziel überhaupt? Welchen Herausforderungen und Problemen hatte sie sich zu stellen? Wo fand sie Unterstützung, und wo stellten sich ihr Widerstände entgegen? Auf diese Fragen finden die Besucher Antwort in der Wanderausstellung des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln im Stadtmuseum Münster.

 

08.12.2017–23.11.2018 Vor 50 Jahren – Münster 1968

Mit keinem Jahr werden die Studentenproteste mehr verbunden als mit dem Jahr 1968. War dies aber auch in Münster so? Was bewegte die Stadt in diesem Jahr? In Münster waren auch weiterhin die Traditionen wichtig: der Send wurde zelebriert und die Schützenfeste waren wichtige Bestandteile im Festkalender der Stadt. Aber auch auf tagespolitische Ereignisse wie etwa die Hungersnot in Biafra, den Einmarsch in die Tschechoslowakei und die zunehmenden Studentenunruhen wurde reagiert. Die Ausstellung zeigt in rund 80 Aufnahmen verschiedene Ereignisse der Stadtgeschichte Münsters im Jahr 1968. Zur Ausstellung liegt ein Bildband im Aschendorff Verlag vor.

 

Ständige Schausammlung: 1200 Jahre Geschichte der Stadt Münster

Die chronologisch aufgebaute Schausammlung zeigt die Geschichte Münsters von den Anfängen im Jahr 793 bis zur Gegenwart. Stadtmodelle und spannende Originalobjekte veranschaulichen die Entwicklung von einer frühmittelalterlichen Klostersiedlung bis zur modernen Großstadt. Hier lassen sich bekannte Themen wie das Reich der Täufer im 16. Jahrhundert oder die Verhandlungen zum Westfälischen Frieden finden. Ein Highlight ist das Gemälde „Einzug des Gesandten Adriaen Pauw in Münster“ aus der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs. Auch das kulturelle Leben der Stadt kommt nicht zu kurz. Einigen Künstlern sind eigene Kabinette gewidmet, etwa dem Maler Bernhard Pankok oder dem Fotopionier Friedrich Hundt. Alltagsgeschichte erzählen Inszenierungen wie der Kolonialwarenladen Henke von 1911 oder das Café Müller im Stil der 1950er Jahre.

 

 

2. Veranstaltungen:

Sa, 06.10.2018, 16.00 Uhr, Öffentliche Führung: Jugend im Gleichschritt!? Die Hitlerjugend zwischen Anspruch und Wirklichkeit, Treffpunkt: Museumsfoyer, Kosten pro Person 3,- Euro / ermäßigt 2,- Euro

So, 07.10.2018, 11.00 Uhr, Öffentliche Führung durch den Zwinger, Treffpunkt: Museumsfoyer, Kosten pro Person 3,- Euro / ermäßigt 2,- Euro

So, 07.10.2018, Mimi & Mitri Club für Kinder von 6 bis 12 Jahren: Missionare aus Münster: Besuch der Ausstellung „Aus Westfalen in die Südsee“, Treffpunkt: Museumsfoyer, Kosten pro Person 4,- Euro, Anmeldung erforderlich

Mi, 10.10.2018, 16.00 Uhr, Mittwochstreff: Münster in Flammen. Der Untergang der alten Stadt heute vor 75 Jahren, Treffpunkt: Museumsfoyer, Kosten pro Person 5,- Euro / ermäßigt 3,- Euro

Sa, 13.10.2018, 15.00 Uhr Öffentliche Führung: Variation of White, Treffpunkt: Museumsfoyer, Kosten pro Person 3,- Euro / ermäßigt 2,- Euro

Do, 18.10.2018, 20.00 Uhr, Taschenlampenführung durch den Zwinger, Treffpunkt: Zwinger an der Promenade, Kosten pro Person 3,- Euro / ermäßigt 2,- Euro

Mi, 24.10.2018, 16.00 Uhr, Mittwochstreff: Otto Modersohn malte in Münster (Wiederholung), Treffpunkt: Museumsfoyer, Kosten pro Person 5,- Euro / ermäßigt 3,- Euro

Sa, 27.10.2018, 16.00 Uhr, Öffentliche Führung: Mission in der Südsee. Katholische Mission in deutschen Kolonien, Treffpunkt: Museumsfoyer, Kosten pro Person 3,- Euro / ermäßigt 2,- Euro




 




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