Den Weg der Versöhnung weitergehen

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Bedforf-Strohm appelliert daran Europa weiter zu stärken.

Im Blick auf die Zukunft Europas fügte Bedford-Strohm hinzu: "Derzeit drohen die Spaltungstendenzen überhand zu nehmen. Es gibt politische Gruppen, die uns die Erinnerung an die dunklen Stellen der deutschen Geschichte als eine Gefährdung der eigenen nationalen Identität verkaufen wollen. In Wirklichkeit ist es ein Zeichen der Stärke, wenn wir uns auch zu diesem Teil unserer Geschichte bekennen und zu der Verantwortung, die daraus folgt. Wir als Christinnen und Christen wollen dafür einstehen, dass der Weg der Versöhnung weitergegangen wird. In einem Europa, in dem Bewegungen sich auszubreiten drohen, die Hassbotschaften aussenden, wollen wir die Liebe starkmachen und selbst ausstrahlen. Wir wollen für Gerechtigkeit streiten und Anwälte der Schwachen sein." In einem ZDF-Fernsehgottesdienst aus Frankfurt/Oder wird der EKD-Ratsvorsitzende am Sonntag, 1. September, um 10 Uhr zu diesem Thema predigen.

Bereits am Sonnabend, 31. August, werden Polen und Deutsche in einem ökumenischen Gottesdienst in der Trinitatiskirche in Warschau gemeinsam des Beginns des Zweiten Weltkriegs gedenken. Die stellvertretende Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Beauftragte des Rates der EKD für die deutsch-polnischen Beziehungen, Präses Annette Kurschus, und der Präsident des Polnischen Ökumenischen Rates, Bischof Jerzy Samiec, werden in diesem Gottesdienst predigen.

Vom 10. bis 13. November 2019 wird die Friedensthematik als Schwerpunkt unter dem Titel "Auf dem Weg zu einer Kirche der Gerechtigkeit und des Friedens" auf der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) breiten Raum einnehmen.



   Diese Artikel wurde 96 mal gelesen.