Klaus Uhlenbrock dreht Kurzfilm mit der Münsterlandschule

Der Kurzfilmregisseur Klaus Uhlenbrock aus dem Münsterland dreht nun einen weiteren Film mit Kindern und Jugendlichen. Es ist ein Krimi, der in der NS-Zeit spielt. Im Mittelpunt stehen Euthanasie und die Verfolgung von Taubstummen im Dritten Reich.

(SMS). Dass Klaus Uhlenbrock einen Film dreht, ist nichts Ungewöhnliches. Seit 2012 entwickelt, schreibt, dreht, produziert der umtriebige Steinfurter vorwiegend Kurzfilme mit Kindern und Jugendlichen aus dem Münsterland. Mit dem Thriller "8cht" legte Uhlenbrock 2015 seinen ersten Langfilm vor. Doch das neue Projekt des 55-Jährigen ist auch im Filmbereich ungewöhnlich. Der Film "Lisas Stern" wird zu 80 Prozent in Gebärdensprache gedreht. Die Geschichte selbst stammt aus der Feder der Gebärdenklasse der Münsterlandschule. In der vergangenen Woche fanden Dreharbeiten für "Lisas Stern" auf dem Mühlenhof statt.

Etwa 45 Minuten wird der spätere Film lang werden, im Herbst soll Kino-Premiere sein. Nachdem ihn die Caritas Emsdetten/Greven angesprochen haben, ob er nicht mal einen Spielfilm in Gebärdensprache drehen wolle, habe er zunächst daran gedacht, mit den Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahren einen Krimi zu drehen. Aber die Schülerinnen und Schüler wollten einen Film, dessen Geschichte sich eng an das Tagebuch der Anne Frank anlehnt. "Das ist ihnen meiner Meinung nach auch sehr gut gelungen", sagt Uhlenbrock.

"Lisas Stern" handelt von einer von Nazis verfolgten jungen Frau, die von einer Gruppe gehörloser Schülerinnen und Schüler unterstützt wird. In dem Film geht es auch um das Thema Euthanasie und die Verfolgung von Taubstummen im Dritten Reich. "Es wird eine sehr emotionale Sache, die zu Herzen gehen und ein wundes Thema anreißen möchte, das heute kaum mehr Beachtung findet", ist sich Klaus Uhlenbrock sicher.


Autorin: Angelika Klauser       Bild: Presseamt Münster




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