Dortmund bewirbt sich als Europas Innovationshauptstadt 2019

Dortmund bewirbt sich um den Europäischen Titel iCapital 2019 - und versucht sich unter den 50 anderen Städten zu behaupten. Die Gewinnstadt erhält eine satte Millionen Euro für weitere Innovationen in der Stadt, über die Bürger frei abstimmen können.

Sozial, digital und innovativ - das ist Dortmund und auch der Kern der Bewerbung Dortmunds um den Europäischen Titel iCapital 2019 - Europäische Innovationshauptstadt. Bei dem Europäischen Spitzenwettbewerb in Brüssel treten jedes Jahr über 50 Städte mit ihren aktuellen Ideen, Projekten und Strategien für Innovation an. Auch Dortmund stellt sich in diesem Jahr dem Wettbewerb und tritt mit ganzem Herzen und vielen Partnern aus Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft mit den vier zentralen Bausteinen Allianz Smart City, nordwärts, Technologiezentrum und den neuen Smart Urban Areas (Phoenix West, Speicherstraße, IGA 2027, Smart Rhino, Energiecampus Kokerei Hansa) und dem Masterplan Wissenschaft 2.0 und aktuell fast 400 innovativen Projekten an.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau gab heute den Stadtschuss für die Bewerbung in Richtung Brüssel: „Jenseits aller guten Projekte ist es mir eine Herzensangelegenheit, dass wir und unsere Mitstreiter heute und auch zukünftig in Europa positiv über Dortmund reden. Denn Strukturwandel und Transformation – das ist wie Stoffwechsel. Das ist nie zu Ende!“

In den letzten Monaten ist Dortmund von mehreren Seiten motiviert worden, bei diesem Wettbewerb anzutreten. Dortmund ist einen ganz eigenen und europaweit einmaligen Weg gegangen, der bisher auch erfolgreich war. Erfolgreich jedoch nicht nur wegen der positiven Zahlen, sondern auch weil Dortmund einfach Dortmund geblieben ist, ganz normal eben. Zum Dortmunder Weg gehört es, dass man redet, Ideen entwickelt, manchmal auch streitet. Am Ende findet man aber meistens einen gemeinsamen Kurs und steuert auf dasselbe Ziel hin. Das macht es für Dortmund aus.

„Wir stellen bei der Bewerbung ehrlich dar, was in unserer Stadt Innovation heißt. Der Wettbewerb ist ein guter Anlass auch international unsere Geschichte zu erzählen, die anders und doch normal ist – und die häufig gestellte Frage – Dortmund, wie macht ihr das eigentlich? Mit: so machen wir das – beantwortet“, ergänzt Thomas Westphal von der Wirtschaftsförderung Dortmund, die gemeinsam mit dem Büro des Oberbürgermeisters die Bewerbung initiiert und koordiniert hat.

Fakten zur Bewerbung:
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Der Wettbewerb ist anders als andere europäische Städtewettbewerbe mit echten Preisgeldern versehen. Jeder Teilnehmer der Finalrunde erhält bereits 100.000 Euro, die Gewinnerstadt 1.000.000 Euro. Von den teilnehmenden (voraussichtlich derzeit über 50) Städten kommen 10 ins Finale. Das entscheidet sich im August.

- Die Stadt möchte das Geld wieder für Innovation investieren. Hierzu wird im Falle eines Gewinns eine digitale Plattform für alle Dortmunderinnen und Dortmunder geschaltet, bei der innovative Projekte vorgeschlagen werden können und über diese dann offen abgestimmt werden sollen. Diese wird präsentiert, wenn es soweit ist.

- Die Bewerbungskosten belaufen sich auf insgesamt 50.000 Euro für die Bewerbungsfilme. Kosten die ohnehin angefallen wären, da die Wirtschaftsförderung in diesem Jahr einen aktuellen Standortfilm hätte produzieren lassen müssen (der letzte Film war aus 2013). Das Material kommt also in der nächsten Zeit weitaus häufiger zum Einsatz (Messen, Digitalgipfel usw.). Die Kosten für die Kommunikation rund um den iCapital Innovation Award in sozialen Medien werden sich voraussichtlich auf 5.000 Euro belaufen. Diese beschränkt sich nicht nur auf Dortmund, sondern läuft gezielt in Europa und anderen deutschen Städten wie beispielsweise in Berlin. Das ist gut investiertes Geld, um Werbung für die Stadt und den Standort Dortmund zu machen – auch dieser Schritt war im Rahmen der neuen Kommunikationsstrategie der Wirtschaftsförderung bereits fest eingeplant. Man kann also durchaus sagen: Wir hätten das Geld sowieso investiert, aber wir haben nichts extra dafür ausgegeben.

- Die Bewerbung kann nur durch die Stadt erfolgen, wurde aber von Anfang an als Bewerbung der ganzen Stadt verstanden. Ohne die zahlreichen guten Initiativen und Projekte der TU, FH, Forschungszentren, Unternehmen, Kammern, DGB und die vielen Dortmunderinnen und Dortmunder, die sich auf den diversen Plattformen in Dortmund engagieren, wäre die Bewerbung als Innovationshauptstadt nicht möglich gewesen.

Autor: Frank Bussmann

Foto: pixabay










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