Mit dem Tastsinn findet man den Weg

Beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe nimmt man das Thema Inklusion sehr ernst. Das gilt auch für das LWL-Museum für Kunst und Kultur, wo man alles unternimmt, um Menschen mit Handicaps den Zugang zu erleichtern.

Im LWL-Museum für Kunst und Kultur unterstützen ab sofort Tastmodelle die Orientierung. Alle drei Ebenen des Museums sind im Eingangsbereich des Foyers dar-gestellt, wodurch ein Überblick über die Abteilungen des Hauses ermöglicht wird. In den Obergeschossen stehen an der Treppe und den Aufzügen Tastmodelle mit Acrylglasplatten der jeweiligen Etage, sodass sich die Besucher hierdurch immer wieder im Gebäude verorten können.

Die Spezialanfertigung hat das LWL-Museum gemeinsam mit einer Dialoggruppe innerhalb seines Inklusionskonzeptes im Bereich "Sehen" erarbeitet. Um eine kontrastreiche Darstellung zu bieten, wurden für das dezente Farbkonzept Grauabstufungen getestet. Die Modelle hat das Museum nach Entwürfen der Gestalter "Space4" aus Stuttgart realisieren lassen, die auch die neue Sammlungspräsentation bis 2014 begleitet haben. Entsprechend gut fügen sich die Modelle nun in das Museumsambiente ein.

LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger: "Wie bei allem, was wir an inklusiven Ansätzen für das Museum umgesetzt haben, profitieren alle Besucher. Blinde und seheingeschränkte wie auch sehende Menschen können ihren Besuch im Museum, das allein 51 Sammlungsräume hat, nun besser vor Ort planen."

Bild: LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger (m.), stellvertretende Museumsdirektorin Dr. Tanja Pirsig-Marshall (l.) und die Leiterin der Kunstvermittlung, Ingrid Fisch, freuen sich über eine bessere Orientierung für alle Besucher durch Tastmodelle im LWL-Museum für Kunst und Kultur.
Foto: LWL/Hanna Neander