Stadt belebt die Kulturszene

Für die von der Corona-Pandemie gebeutelte Kulturszene in Hamm gibt es einen Hoffnungsschimmer: Wenn der Rat der Stadt Hamm grünes Licht gibt, dann wird in Hamm kurzfristig ein neues Streaming-Format mit zwölf Online-Shows umgesetzt.

Zudem plant das Gustav-Lübcke-Museum freien Eintritt für unter 18-Jährige und einmal im Monat einen "Hammer Museumstag".

Mit der Zustimmung des Hauptausschusses am Dienstag, 16. März, wird das Streaming-Format "H³ – Aus Hamm. Mit Hamm. Für Hamm." vom Kulturbüro und lokalen Akteuren sowie der Kreativwirtschaft umgesetzt. Geplant ist eine Veranstaltungsreihe mit zwölf jeweils knapp 90-minütigen Shows. Jede Show besteht aus einem Interview, einem Vor-Act und einem Haupt-Act. Am Ende entsteht ein Kulturprogramm, das über sechs Wochen jeweils zwei Mal in der Woche bei Kauf eines Online-Tickets als Video-on-Demand gestreamt werden kann. "Mit dem Projekt gehen wir bewusst neue Wege, um den Bürgerinnen und Bürgern trotz der Corona-Pandemie ein verlässliches Kulturprogramm bieten zu können. Gleichzeitig können wir damit lokale Künstlerinnen und Künstler stärken, denn sie können sich ihrem Publikum wieder präsentieren und Gagen für ihre Auftritte erhalten", betont Oberbürgermeister Marc Herter.

Obwohl die Zustimmung des Rates noch aussteht, ist das Kulturbüro bereits mitten in den Detailplanungen der Veranstaltungsreihe. "Wenn wir grünes Licht haben und der Förderantrag für den Heimatfonds des Landes NRW vorliegt, dann muss alles sehr schnell gehen", erklärt Kulturamtsleiter Knud Skrzipietz. Denn die Produktion der zwölf Shows soll auch mit Blick auf die Kosten innerhalb von einer Woche stattfinden – bereits Ende April soll das Kultur-Angebot starten. Das Konzept der Shows sieht die thematische Bündelung unterschiedlicher Musik- und Kreativrichtungen vor, um zwölf abwechslungsreiche Shows für jeden Geschmack zu bieten. Wie sich das Programm genau darstellen wird und wie die Ticketpreise aussehen, das entscheidet das Kulturbüro mit ausgewählten Vertreterinnen und Vertretern der Hammer Kreativszene.

Das Kulturbüro hat Hammer Kulturschaffende aller Sparten gebeten, sich bis zum 22. März per E-Mail im Kulturbüro (ute.obering@stadt.hamm.de) zu melden, wenn sie an der neuen Veranstaltungsreihe mitwirken wollen. Unter Berücksichtigung der Hygiene- und sonstigen Vorschriften der Corona-Schutzverordnung soll dann ein buntes Programm mit unterschiedlichen inhaltlichen und musikalischen Schwerpunktthemen entstehen.

Zudem gibt es auch im Gustav-Lübcke-Museum gute Neuigkeiten: In der kommenden Ratssitzung soll eine Novellierung der Benutzungsordnung verabschiedet werden. Konkret heißt das, dass künftig Besucherinnen und Besucher unter 18 Jahren an allen Tagen freien Eintritt haben. Zudem wird es an jedem ersten Sonntag des Monats einen "Hammer Museumstag" mit freiem Eintritt für alle geben.

Das Museum geht mit der Initiative auf ein jüngeres Publikum zu. Museumsleiter Dr. Ulf Sölter hebt hervor, dass neben den kulturellen Angeboten auch programmatisch reagiert werden muss: Im Herbst 2021 realisiert das Museum beispielsweise ein studentisches Ausstellungsprojekt, das aus kuratorischer und museumspädagogischer Sicht neue, junge Impulse bringt. In Zukunft sollen verstärkt Formate angeboten werden, die neue Besuchergruppen erreichen und spannende Zugänge zu der vielseitigen Sammlung ermöglichen. Der "Hammer Museumstag" am ersten Sonntag jeden Monats richtet sich an alle Interessierten. Das Museum wird nicht nur am Museumstag – in der Zeit nach der Pandemie – verstärkt ein familienfreundliches Vermittlungsprogramm (z.B. Kinderführungen parallel zu Erwachsenenführungen, Familienführungen) anbieten. "Kulturelle Teilhabe darf kein Privileg sein, sondern muss allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Hamm möglich sein", betont Sölter.

Stadt Hamm vom 11.03.2021


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