Medienkunst zeigt Industriekultur in neuem Licht

Medienkunstfestival "Futur 21": Die Besucher der Industriemuseen erwarten digitale Kunstwerke, Lichtinstallationen und interaktive Spiele.

Münster (lwl) - Mit dem gemeinsamen Medienkunstfestival "Futur 21 - kunst industrie kultur" wollen die beiden Landschaftsverbände Westfalen-Lippe (LWL) und Rheinland (LVR) das Thema Industriekultur neu in Szene setzen. An ihren 16 Industriemuseen präsentieren die Verbände ab November 2021 digitale Kunstwerke, Lichtinstallationen und interaktive Spiele. Sie alle greifen Zukunftsthemen der Industriegesellschaft auf. Höhepunkt ist ein vierwöchiges Festival mit Arbeiten internationaler Künstler:innen im März 2022. Der LWL-Kulturausschuss hat das Projekt diskutiert und dem weiter entwickelten Konzept zugestimmt.

LWL-Direktor Matthias Löb: "Wie seinerzeit bei der Gründung der Industriemuseen werden die Landschaftsverbände mit dem Festival erneut zu Schrittmachern der Industriekultur. Durch die gebündelte Energie beider Landschaftsverbände soll Futur 21 eine landesweite Strahlkraft entwickeln."

"Wir wollen mit diesem einzigartigen Festival einen neuen Blick auf die Industriekultur eröffnen und damit auch die Diskussion über Zukunftsthemen des 21. Jahrhunderts wie Energiegewinnung, Ressourcen oder Künstliche Intelligenz anregen", sagte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. "Gleichzeitig ist das Projekt Teil des 75-jährigen Jubiläums des Landes Nordrhein-Westfalen, das stark durch seine industrielle Vergangenheit geprägt ist. So beteiligt sich das Land auch finanziell an unserem Projekt."

Medienkünstler:innen, Designer:innen und Spieleentwickler:innen aus zehn Ländern werden ihre Arbeiten an den Industriemuseen präsentieren. Jeweils eine Position wird dauerhaft gezeigt, eine zweite temporär im Rahmen des Festivals im März. Das Spektrum reicht von Fassadenprojektionen über Video-Installationen bis hin zu interaktiven Mixed-Reality-Games und Audio-Walks. Ein Großteil wird eigens für "Futur 21" produziert. Hinzu kommen bestehende Arbeiten namhafter Künstler:innen, die an den ehemaligen Industriestätten neue Akzente setzen. Durch Kooperationen mit Hochschulen aus NRW erhalten auch junge Talente eine Bühne. Zudem sind Angebote für Schulklassen sowie Begleitveranstaltungen geplant.

Zum Auftakt des Festivals findet am 4. November 2021 auf der Zeche Zollern in Dortmund ein wissenschaftlicher Kongress statt. Er endet mit der Eröffnung der ersten beiden Medienkunst-Installationen in Dortmund (4.11.) sowie am Peter-Behrens-Bau in Oberhausen (5./6.11.).

LWL

Foto: Lafun Photograhy. Die Mixed-Media-Installation "Positively Charged" der polnischen Künstlerin Kasia Molga wird im März 2022 im LVR-Industriemuseum in Engelskirchen zu sehen sein.



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