Workout in der Pandemie: Schweißgebadet unter die Dusche

Sport ist Ablenkung. Sport ist Gemeinschaft. Sport begleitet den Menschen seit jeher. Sport ist für uns allgegenwärtig und doch in Zeiten von Corona so fern. Sport.

Was bleibt uns gegenwärtig als Ablenkung vom Alltag? Lesen meinen einige, Spazierengehen raten andere. Doch das Gefühl des schweißnassen Shirts auf der Haut, der immer gleiche stechende Geruch einer Umkleide im Fitnessstudio bleibt uns verwehrt. Nicht so schlimm meinen Sie?    

32,6 Prozent der Männer und 26,22 Prozent der Frauen in Deutschland gaben in einer Umfrage im September 2020 an, mindestens ab und zu ein Fitnessstudio zu besuchen.

 

Eine beachtliche Zahl. Besonders vor dem Hintergrund, dass seit Wochen sämtliche Sportangebote weggefallen sind.

Was bleibt sind die eigenen vier Wände oder die Parkbank zum Sportressort umzufunktionieren. Wie und mit welchen Methoden die körperliche Fitness im Lockdown aufrechtzuhalten ist, zeigt das Beispiel eines Sportstudenten aus Münster.   



Die Musik ist aufgedreht, die Gläser klirren und in den kurzen Pausen der Stille zwischen den Liedern hört man das metallene Geräusch der aufeinanderschlagenden Hanteln. ,,...bis der Schweiß von der Decke tropft“. So endet ein Vers im Partysong ,,Disco Pogo“ von den Atzen.  

So oder so ähnlich sieht es im Wohnzimmer meiner Wohnung aus. Mein Mitbewohner Mathis, 23 Jahre jung und Sportstudent an der WWU sprudelt mal wieder nur so vor Energie während ihm ein Schweißtropfen nach dem anderen am nackten Oberkörper runterläuft. ,,Für mich ist Sport Ablenkung, Ausgleich und er spielt eine ganz alltägliche Rolle in meinem Leben.“ Seit die Corona-Zahlen im September vergangenen Jahres kontinuierlich gestiegen sind, betreibt Mathis täglich Sport.  

Doch wie schafft er es, sich täglich zu motivieren und in seinen eigenen vier Wänden Sport zu treiben, wo das eigene Wohnzimmer doch meistens eher der Ent- als der An-spannung dienen soll?  

,,In Zeiten von Corona fehlen mir die alltäglichen Erfolgserlebnisse, die man sonst aus dem ,miteinander Sport treiben‘ zieht.“

Mathis sieht dennoch Chancen: „Mir selbst einen Fitnessplan auszudenken und das Gefühl der körperlichen Anstrengung nach dem Workout, das sind für mich die Quellen meiner Motivation“, lässt er mich wissen.


Auf Nachfrage, welche konkreten Übungen er für Zuhause empfehlen könne, antwortet er: ,,Es gibt nicht die eine Übung, die jedem gleich viel Spaß macht. Aber grob gesagt, kann man ein kontinuierliches Home-Workout in drei Perioden einteilen.

      -     Zum einen die Pull-Phase. Diese Phase beinhaltet alle Übungen, bei denen man Körperteile zusammenbringt. Beispielsweise Sit-Ups.

     -      Die zweite Phase ist die Push-Phase. In dieser Phase werden Übungen ausgeführt, bei denen man die Körperteile voneinander wegbewegt. Ein Beispiel hierfür sind Kniebeugen.

     -      Die letzte Phase ist die Ausdauerphase, beispielsweise Joggen.“

 

Mathis weist mich darauf hin, dass die Phasen täglich gewechselt werden sollten, damit das Home- Workout immer abwechslungsreich bleibe.

 

Die Corona-Zeit mit all ihren Entbehrungen hebt die Wichtigkeit des alltäglichen Ausgleichs hervor. Der Sport bietet die Möglichkeit ein wichtiger Bestandteil in dieser Zeit zu sein.  

Spürbare körperliche Fitness oder sportliche Fortschritte sind positive Abwechslungen in einer sonst so monotonen Zeit.

 

Ganz nach dem Motto: ,,Mein Muskelkater ist meine Belohnung!“

 

Und wann fangen Sie an?



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