"Point and Shoot"

Das LWL-Museum in Münster zeigt derzeit mit "Passion Leidenschaft" Kunst zu den großen Gefühlen der Menschheit. Darunter Martha Roslers zeitgenössisches Werk "Point & Shoot": Es verbindet Trumps gewaltverherrlichende Rhetorik mit Rassismus.

Münster (lwl) - Die Ausstellung besteht aus zahlreichen internationalen Kunstwerken, die sich mit dem Thema Emotionen beschäftigen. Darunter ist auch die Arbeit "Point & Shoot, a mourning thought (though I am more enraged than in mourning)" (2016) der US-amerikanischen Künstlerin Martha Rosler. Kuratorin Dr. Petra Marx widmet die live Instagram-Tour "Curator's Choice" am Donnerstag (21.1.) um 17 Uhr anlässlich der Amtseinführung Joe Bidens diesem zeitgenössischen Kunstwerk.

Rosler gilt als kritische Beobachterin des Weltgeschehens, die Ungerechtigkeiten aufzeigt und künstlerisch dagegen interveniert. Mit "Point & Shoot" nimmt sie sich des nun scheidenden US-amerikanischen Präsensidenten Donald Trump an.

Die Arbeit zeigt ein Foto von Trump, der mit dem Zeigefinger in Richtung Kamera zielt. Im Vordergrund ist in roter Farbe ein Ausspruch zu lesen, den Trump 2016 auf einer Veranstaltung im US-Bundesstaat Iowa tätigte. Demnach könne er "mitten auf der Fifth Avenue stehen, jemanden erschießen und würde keine Wähler verlieren." Im Hintergrund des Bildes sind neben US-amerikanischen Flaggen die Namen von People of Colour zu sehen, die von der Polizei erschossen wurden.

Dr. Petra Marx reagiert auf die Vorfälle in Trumps Präsidentschaft und beschreibt in ihrer Tour die Bedeutung und Funktion von Emotionen in der Politik. Das Live-Video wird über den Instagramkanal des Museums gesendet.

Quelle: LWL

Foto: Martha Rosler und Galerie Nagel Draxler Berlin/Köln/München. Martha Roslers zeitgenössisches Werk "Point & Shoot" (2016) verbindet Trumps gewaltverherrlichende Rhetorik mit dem Rassismus gegen People of Colour in den USA. Martha Rosler, POINT & SHOOT, a mourning thought (though I am more enraged than in mourning), 2016, Digital Print on vinyl.



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