Corona, Schwimmring und Bierbauch!

Corona begünstigt nicht nur den Schwimmring um unsere Hüfte, den wir uns durch wenig Bewegung, Netflixen und den Lieferdienst an(trainieren), sondern beflügelt auch tatkräftig unseren Bierbauch.

Das neue Jahr ist angebrochen und Corona nun schon fast ein Jahr ein Teil unserer Gesellschaft und unseres Alltags. 

Doch sorgt der ungebetene Gast nicht nur für schlechte Laune, Stress und massenhafte Einschränkungen - Corona legitimiert das Glas Wein am Mittag und das regelmäßige Feierabend- Bier gleich mit. 

Ganz im Sinne von „man muss sich die Zeit ja irgendwie schön saufen“ und „sonst kann man ja eh nichts machen“.

 

Zu Beginn der Pandemie, den ersten Verboten und Regelungen bezüglich der kulturellen Angebote und Freizeitaktivitäten, mutmaßten Suchtexperten bereits, dass eine Veränderung des Trinkverhaltens aufkommen würde. 

Dabei ist allerdings nicht von einer Erleuchtung oder gar umweltbewussten Reaktion der Bevölkerung auf die Pandemie die Rede, sondern es tendiert die Bürgerin und der Bürger ganz im Gegenteil eher zur Selbstzerstörung – wenn schon alles den Bach runter geht, dann meine Leber gleich mit.

 

Laut einer Studie und anonymisierten Online-Umfrage des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim (in Kooperation mit dem Nürnberger Klinikum), geben knapp über ein Drittel der Deutschen an, mehr Alkohol zu konsumieren. Dasselbe – allerdings prozentual nicht ganz so hoch – gilt für Raucher.

Von rund 3000 Teilnehmern waren es 35,5 Prozent, welche mehr oder viel mehr Alkohol verzehrten. 

Sowohl Suchtberatungen und Selbsthilfegruppen melden einen Zuwachs der Interessenten. 

 

Im Laufe der Zeit und der stetigen Verlängerung von Einschränkungen und Schließungen wird einem die dramatische Entwicklung bewusst. Der geregelte, wenn auch ab und zu nervige, Alltag sicherte den Bürgerinnen und Bürgern eine Konstante, die es nun nicht mehr gibt. 

Die Lösung wird somit auf dem Boden des alkoholischen Getränks gesucht und schlussendlich hat man es auch schon vergessen, dass nichts mehr war wie vorher. 

Der Januar ist auch ohne Corona ein schwieriger Monat; ungewollte Rechnungen flattern in den Briefkasten, es ist kalt, die Sonne zeigt sich kaum und dieser Monat dauert sowieso länger als alle anderen zusammen.   

Doch genau an diesem Punkt, sollte man sich seiner selbst bewusst werden. Corona wird vergehen, so wie es mit allen Krankheiten ein Ende hat oder zumindest eine Verbesserung der Umstände in Sicht ist.   

Der Fokus, so schwer dieser auch manchmal zu kennen zu sein scheint, sollte bei einem selbst und seiner Gesundheit liegen. Wo liegt der Sinn darin, sich vor einer Krankheit zu schützen, jedoch letztendlich ständig „die Kante“ zu geben. 

Der düstere Januar und wechselhafte Februar könnten erneut dafür sorgen, zu sich selbst zu finden. Wer das noch nicht ganz geschafft hat, bekommt zu Anfang des neuen Jahres direkt die Möglichkeit.  

Wir alle mögen unser Glas Wein zum guten Essen und ein kühles Helles zum Fußballspiel – doch sollte man sich dem Genuss von Alkohol wieder bewusster werden und diesen später im (definitiv wiederkehrendem) Arbeitsalltag nicht missen dürfen.  

Schließlich ist der Verzicht auf Alkohol in diesen Monaten eh das Beste, was man machen kann. Der Körper regeneriert sich, schüttet die Giftstoffe und auch das ein oder andere Gramm Fett ganz von allein aus. Wenn in diesen Monaten doch sowieso nichts los ist und mit den Freunden im virtuellen Wohnzimmer (Skype, Zoom, Facetime) zu trinken auch keinen Spaß mehr macht – weshalb es nicht einfach mal ganz bleiben lassen?  


Artikel: Swan

Bild: Pixabay

Quellen:   

https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/news-archiv/meldungen/article/corona-krise-jeder-dritte-trinkt-offenbar-mehr-alkohol/

 

https://www.aerztezeitung.de/Politik/Hoeherer-Alkoholkonsum-wegen-Corona-410617.html

 






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