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IOC suspendiert Lukaschenko

Er dürfe zu keiner IOC-Veranstaltung und damit auch nicht zu den Olympischen Spielen kommen, erklärte das IOC am Montagabend.

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko ist wegen "politischer Diskriminierung" vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) suspendiert worden. Er dürfe zu keiner IOC-Veranstaltung und damit auch nicht zu den Olympischen Spielen kommen, erklärte das IOC am Montagabend. Es reagierte damit auf Beschwerden belarussischer Sportler, die sich wegen ihrer Unterstützung für die Opposition in ihrem Land diskriminiert sahen.

Lukaschenko regiert nicht nur seit 26 Jahren sein Land mit eiserner Hand, er ist auch Vorsitzender des Nationalen Olympischen Komitees (NOK). Auch sein Sohn Viktor sowie weitere führende Vertreter des belarussischen NOKs wurden suspendiert. Die Sportler des Landes sollen durch die Suspendierung keine Nachteile haben.

Seit der von massiven Betrugsvorwürfen überschatteten Präsidentschaftswahl Anfang August, die Lukaschenko nach Angaben der Behörden gewonnen hat, gibt es in Belarus Massenproteste. Auf dem Höhepunkt der Proteste gegen den 66-Jährigen waren in Minsk jeden Sonntag mehr als 100.000 Menschen auf die Straße gegangen; auch jetzt gibt es noch regelmäßige Demonstrationen. 

Lukaschenko lässt die Sicherheitskräfte immer wieder gewaltsam gegen die friedlichen Demonstranten vorgehen. Tausende Menschen wurden von der Polizei festgenommen, viele berichteten von Folter und Missbrauch in der Haft.

jes

© Agence France-Presse