Umstrittenes Genre: Hip Hop

Die Gesellschaft spaltet sich. Die einen Leben für Hip Hop und die anderen empfinden es als nervtötenden Lärm. Derweil kann dieses Genre einiges, was viele mit Sicherheit noch nicht wussten.

Eine Zigarette im Mund, Gucci tragen, Jogginghose und aus den Boxen dröhnen Capital Bra, Luciano oder Bonez MC. Der von vielen genannte „Straßen-Deutschrap“ ist jedoch nicht das einzige, was man sich unter Hip Hop vorstellen darf. Das schlechte Image kommt aber nicht von irgendwo. Oftmals sind die Inhalte von Songs nicht für jedes Gemüt tauglich - Frauen, Drogenkonsum oder Prollgehabe spiegeln sich oft in den Texten wieder. Das Genre, entstanden in den Ghettos von New York, wird von Interpreten geprägt, die ihr Leben auf ein Blatt Papier in Form von Sätzen mit Reimschemata zu zeigen versuchen.

Ein deutscher Rapper namens Megaloh bringt diese Attitüde gut auf den Punkt.

„Hip-Hop ist die einzige Mucke, die man auch verkörpern muss.“ - sagt er auf dem Track „Rap ist…“ von Max Herre. 

Hip-Hop ist also vor allem eins: True - wie man im Fachjargon sagt. Das kann man für gut oder schlecht heißen - wie man will. 

Doch darf man Hip-Hop nicht auf diese eine Richtung abstempeln, denn das Genre hat mehr Gesichter als man denkt. Hip-Hop macht vor allem eins - es gibt den Musikern eine Stimme, und das nutzen die Künstler in verschiedensten Formen. Sie kritisieren die Politik; sagen Ihrer Liebsten, was sie für sie empfinden; oder, wie schon erwähnt, bringen ihr hartes Leben zum Ausdruck. 

Nun ist Hip-Hop nicht nur Musik, denn es gehört viel mehr dazu. Man lebt es. Breakdancer, DJ’s, Sprayer, Rapper und Produzenten, sie alle leben für Hip-Hop.

Auch mich hat es getroffen. Der Pfeil Armors ging schon in frühen Jahren direkt durch meine Brust. Geprägt von meinem Vater, der immer wieder Klassiker von Moop Deep oder The Beatnuts laufen ließ, setzte es mir einen Floh ins Ohr. Bei Freizeitaktivitäten lief vor allem eins im Hintergrund - Rap. Ich kam nicht drum herum, dieses Genre zu lieben, also beschloss ich, es auch zu leben. 

Ich fing auch an zu rappen und Beats zu machen (also die Musik, worauf die Künstler rappen). Eine große Leidenschaft entstand und daran möchte ich sie teilhaben lassen. Beats bauen ist ein sehr dankbares Tun, denn man recycelt alte Musik und wandelt sie in einen Hip-Hop-Beat um. Das bedeutet, man sucht passende Samples aus alten - oder manchmal auch neueren - Platten und produziert daraus seinen Beat. Das ist der Grund, warum Ihnen manchmal eine Melodie bekannt vorkommt, wenn sie den ein oder anderen Song aus dem Genre hören. 

Als Beispiel habe ich für das Lied „Lady“ von Kenny Rogers benutzt und individualisiert. 

Hier geht es zu meinem Beat:

https://soundcloud.com/user-135446410/jayz-typebeat-kennyrogerssample





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