Solidarität – Stärke – Würde

Monika Hauser stellt den Verein „Medica mondiale“ im Franz-Hitze-Haus vor

Münster (pbm/gun). Frauen und Mädchen gehören in Kriegen und Konflikten zu den besonders verletzlichen Gruppen. Denn militärische Handlungen gehen meist einher mit sexualisierter Gewalt. Vergewaltigung, Folter, Verschleppung und Versklavung werden häufig gezielt als Mittel des Krieges eingesetzt, um die Gegner zu demütigen und zu terrorisieren. Die katholische Akademie Franz-Hitze-Haus in Münster veranstaltet zum Thema „Solidarität – Stärke – Würde“ am Montag, 30. September, von 18.30 bis 21 Uhr zusammen mit dem Kfd-Diözesanverband ein Forum. Referentin ist Dr. Monika Hauser, Gründerin und Vorstandsmitglied des Vereins „Medica mondiale“.

Der Verein wurde als Reaktion auf die Folgen des Krieges im zerfallenden Jugoslawien gegründet. Inzwischen ist er in zahlreichen Ländern aktiv und unterstützt von sexualisierter Gewalt betroffene Frauen und Mädchen mit medizinischer, psychosozialer, juristischer und wirtschaftlicher Hilfe. Die physischen und psychischen Folgen von Gewalt traumatisie­ren die Opfer und prägen oft das gesamte weitere Leben der Betroffenen. Viele werden darüber hinaus von ihren Familien und Gemeinschaften ausgegrenzt und verstoßen. Sie sind für das Überleben und Bewältigen der Traumata auf sich allein gestellt.

Der Diözesanverband der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (Kfd) setzt sich für die Rechte von Frauen in Kirche und Gesellschaft ein, betont Geschäftsführerin Barbara Issel: „Anknüpfend an den Katholikentag mit seinem Leitwort ,Suche Frieden‘ möchten wir auf die besondere Situation von Frauen in Kriegsgebieten aufmerksam machen und die wichtige Arbeit von ,Medica mondiale‘ mit diesem Forum noch bekannter machen.“ Beim bistumsweiten Kfd-Pilgertag am 21. September in Tecklenburg, zu dem sich fast 1500 Menschen angemeldet haben, werde außerdem in der Kollekte für den Verein gesammelt. „In der Kfd  ist es uns ein Anliegen, über den Tellerrand zu schauen, uns nicht nur mit der Situation in Deutschland zu beschäftigen, sondern weltweit Frauensolidarität zu üben“, erklärt Barbara Issel abschließend.  

Nach einem Impulsvortrag von Monika Hauser besteht am 30. September im Franz-Hitze-Haus Gelegenheit zum Austausch und zur Diskussion. Eine Anmeldung für das Forum ist unter Telefon 0251/9818422 oder per Mail an heitmann@franz-hitze-haus.de erwünscht.

 

Bildunterschrift: Dr. Monika Hauser, Gründerin und Vorstandsmitglied des Vereins „Medica mondiale“, spricht am 30. September in der Akademie Franz-Hitze-Haus.

Foto: Verena Müller



Webauftritt von stadt40

Teile jetzt diesen Artikel