Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderung gesunken

Seit September ist die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Behinderung in Westfalen-Lippe rückläufig. Durch die Corona-Krise war sie zunächst stark angestiegen.


Westfalen (lwl) - Die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Behinderung ist im Oktober gegenüber dem Vormonat erneut gesunken. Nach Angaben des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ist die Zahl im vergangenem Monat um 125 auf 24.837 Menschen mit Behinderung zurückgegangen (davon 15.028 Männer und 9.809 Frauen).

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl aber um 2.452 Personen gestiegen. Zwischen Ende Februar und August war die Anzahl der arbeitslosen Menschen mit Behinderung in Westfalen-Lippe sprunghaft um knapp 2.500 Menschen auf knapp 25.500 Menschen angestiegen. Im September hat die Zahl der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen im Vergleich zum Vormonat bereits um insgesamt 499 Personen abgenommen.

"Wir sind in Sorge, dass die Zahlen nach der leichten Erholung wieder ansteigen", sagt LWL-Sozialdezernent Matthias Münning und weist auf die aktuelle Herausforderung hin: "Damit die Unternehmen auch nach der Herbst-Corona-Welle wieder Arbeitsplätze auch für Menschen mit Behinderung schaffen, müssen sie jetzt unterstützt werden. Das gilt besonders für Inklusionsunternehmen im Rahmen der sogenannten Novemberhilfe des Bundes." Die Krise treffe Menschen mit Behinderung härter. Daher appelliere er, ihre besonderen Interessen im Blick zu behalten.

Das LWL-Inklusionsamt Arbeit bietet vom Kündigungsschutz über begleitende Hilfen am Arbeitsplatz, Unterstützung durch Integrationsfachdienste und weitere Fachdienste oder der Förderung von Inklusionsbetrieben auch Unterstützung beim Übergang von der Schule in den Beruf und Beschäftigungsmöglichkeiten in einer Werkstatt für behinderte Menschen an.

Im Bereich des Kündigungsschutzes und der Begleitenden Hilfen im Arbeitsleben arbeitet der LWL eng mit den örtlichen Fachstellen "Behinderte Menschen im Beruf" zusammen.

Das LWL-Inklusionsamt Arbeit fasst die Aufgaben des Schwerbehindertenrechts mit den Aufgaben zur Teilhabe an Arbeit aus der sogenannten Eingliederungshilfe zusammen. Es hat die Aufgabe, private und öffentliche Arbeitgeber im Sinne der Inklusion dabei zu unterstützen, behinderungsgerechte Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen zu schaffen und zu erhalten.

Hierfür steht dem LWL- Inklusionsamt Arbeit ein breit gefächertes Angebot an Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung - personeller, technischer wie auch finanzieller Art. Neben der behinderungsgerechten Ausstattung der Arbeitsplätze bilden die Beratung der betroffenen Menschen und der Arbeitgeber sowie der besondere Kündigungsschutz Schwerpunkte in der Arbeit der LWL-Abteilung.

47 örtliche Fachstellen "Behinderte Menschen im Beruf" sind bei den kreisfreien Städten, den Landkreisen sowie bei einigen kreisangehörigen Städten und Gemeinden angesiedelt. Sie beraten und unterstützen in den Bereichen Kündigungsschutz und Hilfen im Arbeitsleben.

Quelle: LWL

Foto: Birgoleit. Das Foto ist vor der Zeit von Corona entstanden. Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderung gesunken. Das LWL-Inklusionsamt Arbeit unterstützt private und öffentliche Arbeitgeber, Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen zu schaffen und zu erhalten.



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