Zahl der Asylanträge dürfte im diesem Jahr leicht sinken

Bis Ende des Jahres sei mit 140.000 bis 145.000 solcher Anträge zu rechnen, sagte der Chef des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Hans-Eckard Sommer

Die Zahl der Erstanträge auf Asyl in Deutschland wird im laufenden Jahr nach Einschätzung der zuständigen Bundesbehörden leicht sinken. Bis Ende des Jahres sei mit 140.000 bis 145.000 solcher Anträge zu rechnen, sagte der Chef des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Hans-Eckard Sommer, der "Bild am Sonntag". Im Jahr 2018 hatte die Zahl bei knapp 162.000 gelegen, im Jahr 2016 waren es noch 722.000.

Sommer wies darauf hin, dass nur 35 bis 38 Prozent der Anträge anerkannt würden. "Das heißt: Fast zwei Drittel der Personen, die nach Deutschland kommen, haben keinen Asylgrund." Die Behörden könnten die derzeitige Menge der Anträge allerdings gut bewältigen. 

Die Zahl der Asylanträge liegt damit weiter unter der Marke von 200.000, welche die große Koalition als Obergrenze angepeilt hat. Vor allem die CSU hatte auf diese Obergrenze gedrungen.

pw/rh

Foto: dpa/picture-alliance

© Agence France-Presse




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