Freizeitpark Münster

Der Kirmesspaß am Schloss


Vom 10. - 25. Oktober findet der „Freizeitpark“ am Schloss in Münster statt.


Wir, von stadt4.0 – Das Bürgernetzwerk  haben uns den Kirmesspaß einmal genauer angesehen.


Der Westfale lässt sich seinen „Send“ nicht nehmen, auch nicht zu Corona-Zeiten, und das sollte er auch nicht. Der Kirmesfreizeitpark, wie er ausdrücklich genannt wird, besitzt ein funktionierendes Corona-Konzept und ist auf zwei Wochen - statt wie gewohnt eine Woche – ausgedehnt worden.

Die Absicht, die dahintersteckt soll offensichtlich dazu beitragen, dass sich die Besucherinnen und Besucher, die auf ihren „Freizeitpark“-Bummel nicht verzichten wollen, aufteilen auf volle 14 Tage. So lange dauern auch die Herbstferien, also der Zeitraum, der mit schulpflichtigen Kindern zu überbrücken ist. Wenn man schon nicht verreisen kann, werden die Kinder anders bespaßt. So etwas bringt Abwechslung für Groß und Klein.

Bevor das Spaßgelände betreten werden kann, ist ein Umweg bis zum Schlosseingang in Kauf zu nehmen. Das Gelände kann also nicht, wie gewohnt, von mehreren Eingängen aus betreten werden. Rund um den Platz stehen Zäune um das Betreten nicht registrierter Gäste zu verhindern und allgemein die Übersicht über die Besucher zu behalten.

Eine weitere Besonderheit ist die Kasse: hier wird nicht nur das übliche Kontaktformular ausgeteilt, welches ausgefüllt werden muss, sondern auch ein völlig legitimer Eintrittspreis von einem Euro verlangt. 

Anstell - und Kassensystem


Außerdem ist es möglich, nach Betreten des Geländes den dafür ausgelegten QR-Code zu scannen und sich online beim Betreten anzumelden, und beim Verlassen wieder abzumelden. Das soll jedoch eher die Kontrolle über die Anzahl der Besucher erleichtern (maximal 2.100 Menschen zur gleichen Zeit sind zugelassen) als dem Besucher dienen. Es sei denn ein akuter Corona- Hotspot entwickelt sich. Allerdings kommt es uns so vor, als ob die kritische Besucherzahl ohnehin nie in Gefahr war, erreicht zu werden.

An allen Attraktionen, also, Fahrgeschäften und Essensständen sowie Verkaufsständen gilt eine Mund- und Nasenbedeckung. Zusätzlich gibt es fast überall die Möglichkeit, sich die Hände zu desinfizieren.

Der Freizeitpark Münster ist dieses Mal nicht wie sonst mit allen Buden besetzt. Lediglich 70 von 150 regulären Ständen und Karussells stehen als Vertretung des Sends auf dem Schlossplatz. Dadurch ist eine breitere Fußgängerzone mit der Chance, den gebotenen Abstand einzuhalten geschaffen worden, die Stände haben ebenfalls einen größeren Abstand zueinander.

Die Stimmung in dem sogenannten Freizeitpark war dennoch ungetrübt.

Viele Familien waren vor Ort und auch die Jugendlichen tummelten sich zu späterer Zeit in kleinen Gruppen.

Das Konzept ähnelt dem des Marktes am Dom, nur dass dieser nicht weiter eingezäunt ist.

Nach den neuen Corona-Regelungen vor einigen Tagen, ist ebenfalls aufgefallen, dass die Menschen auch ohne Anweisung, in größeren Menschenmengen freiwillig ihren Mund- und Nasenschutz tragen. Es bedarf scheinbar nicht immer eines Erlasses zu solidarischem Verhalten.

Die Umbenennung vom Send in den Freizeitpark Münster erschließt sich uns allerdings nicht. Es ist richtig, dass die Umstände eine Verkleinerung mit sich brachten, auch der kleine Eintrittspreis scheint plausibel und erforderlich- doch hat sich zum Vergleich der Münsteraner Markt am Dom nicht umbenannt, nur weil dieser ein halbes Jahr lang, auch auf dem Prinzipalmarkt zu finden war.

Die Motivation für den Freizeitpark liegt offenbar auch darin, Schaustellern eine Möglichkeit zu geben, ihren Beruf und ihr Leben trotz der Pandemie - für die sie alle nichts können - weiter ausführen zu können. Ebenfalls sollte offenbar ein „normales“ Freizeit-Programm für Groß und Klein gestaltet werden.

Foto: Swan


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