Die Kunst der großen Gefühle

Das LWL-Museum für Kunst und Kultur bringt die großen Gefühle nach Münster


Mit der Sonderausstellung „Passion Leidenschaft. Die Kunst der großen Gefühle“ bringt das LWL-Museum für Kunst und Kultur die großen Gefühle nach Münster. 200 Gemälde, Skulpturen, Fotos und Videoinstallationen laden den Besucher auf eine Reise durch die Gefühlswelten ein und zeigen die Auseinandersetzung der Kunst mit menschlichen Emotionen und Leidenschaften von der Antike bis heute.


Liebe, Hass, Freude oder Wut – Emotionen beeinflussen seit jeher unser Leben und sind damit auch einer der größten Antriebe des Kunstschaffens. Die Ausstellung „Passion Leidenschaft. Die Kunst der Großen Gefühle“ zeigt in sechs Kapiteln diese Auseinandersetzung der Kunst mit dem Thema Leidenschaft, wobei der menschliche Körper zum Ausdruck der Gefühle im Mittelpunkt steht. 

Die Kapitel behandeln neben den verschiedenen Emotionen und Leidenschaften auch deren Quellen von der Antike bis heute, ihre Funktion und Bedeutung in der Politik und die Gefühlswelten der Künstler selbst. Dabei werden immer wieder Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Darstellung bestimmter Emotionen durch die verschiedenen Epochen aufgezeigt. So finden sich beispielsweise im vierten Kapitel, das sich mit den Leidenschaften im westlichen Christentum befasst, zwei Skulpturen, eine aus dem 17. und eine aus dem 21. Jahrhundert, die beide den leidenden Jesus Christus in ganz unterschiedlicher Weise darstellen. 

Zu den größten Emotionen gehören selbstverständlich auch Liebe und Lust. Diese Leidenschaft, die Anziehungskraft zwischen Menschen bildet im dritten Kapitel das Zentrum der Ausstellung. „Eros, Liebe, Lustmord. Das Drama der Geschlechter“ wird das Kapitel betitelt, denn Liebe, Lust und Leidenschaft können auch alles andere als beglückend sein. Harmonischen Liebesszenen stehen hier Gefühle wie Eifersucht und Verzweiflung gegenüber, die die Menschen früher wie heute beschäftigen.

Die Ausstellung offenbart nicht nur die Gefühlswelten der Künstler und Ausdruck von Emotionen. Sie lässt auch den Besucher mitfühlen und sogar mitmachen. An mehreren Stellen wird der Besucher eingeladen, selbst Teil der Auseinandersetzung mit Emotionen zu sein, und sich an der Gestaltung von Werken zu beteiligen. 

Wer also Emotionen erleben und sich selbst an der künstlerischen Auseinandersetzung mit diesen beteiligen möchte, kann die Ausstellung noch bis zum 14. Februar 2021 besuchen. 

Besucher müssen sich an ein Einbahnstraßensystem halten, wer also noch einmal in einen vorherigen Ausstellungsraum gehen möchte, muss außen herum und wieder zum Eingang gehen und sich erneut anstellen. Wer Genaueres über die Hintergründe und Werke der Ausstellung erfahren möchte, der sollte an einer Führung teilnehmen, die in Kleingruppen angeboten werden. 

Fotos: Jana S.



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