Ausstellungseröffnung „Umbruch Ost“ in der Bezirksregierung Münster

30 Jahre Deutsche Einheit. Dieses ganz besondere Jubiläum, das am kommenden Samstag, den 3. Oktober, gefeiert wird, ist zurzeit in aller Munde.

Münster. 30 Jahre Deutsche Einheit. Dieses ganz besondere Jubiläum, das am kommenden Samstag, den 3. Oktober, gefeiert wird, ist zurzeit in aller Munde. Nach dem Mauerfall am 9. November 1989 ist Deutschland seit dem 3. Oktober 1990 wiedervereint. Ein unvergleichliches historisches Ereignis unserer Geschichte. Passend zu diesem Jubiläum der Deutschen Einheit eröffnete Regierungspräsidentin Dorothee Feller gestern (29. September) die Ausstellung „Umbruch Ost – Lebenswelten im Wandel“ im Foyer der Bezirksregierung am Domplatz in Münster.

 

„Der 3. Oktober 1990 ist ein Datum, das in unseren Geschichtsbüchern auf ewig einen ganz besonderen Platz einnehmen wird. Nachdem unser Land mehr als 40 Jahre geteilt war, sind wir nun bereits 30 Jahre wiedervereint. Ich freue mich in diesem Zusammenhang sehr über diese Ausstellung hier in unserem Gebäude, die in beeindruckenden Bildern die Geschichte bis hin zur Deutschen Einheit zeigt. Einen passenderen Zeitpunkt hätte ich mir für die Ausstellung nicht wünschen können“, sagte Dorothee Feller in ihrer Eröffnungsrede.

 
Regierungspräsidentin Dorothee Feller und Staatssekretär a.D. Friedhelm Ost zeigen sich begeistert von der Ausstellung „Umbruch Ost“

Nach der Regierungspräsidentin hielt mit Friedhelm Ost ein Zeitzeuge ein Grußwort, der als früherer Regierungssprecher und wirtschaftspolitischer Berater Helmut Kohls in den Wendejahren wohl näher an dem Einheitsprozess dran war, als fast alle anderen. Der Staatssekretär a.D. zeigte sich überzeugt, dass die Deutschen seit der Wende zusammengewachsen sind und fügte dem Gedanken an: „Ich hätte mir allerdings noch mehr Selbstverständlichkeit darin gewünscht, dass die Menschen in Deutschland in Ost und West heute überhaupt keinen Unterschied mehr sehen.“ Richtig sei auch, so Ost weiter, dass auch jetzt nach 30 Jahren noch nicht alles gut sei. Es gebe noch immer viel zu tun. „Nur gemeinsam können wir es schaffen, aus dem Umbruch Ost zu einem Aufbruch Gesamtdeutschlands zu gelangen“, so der heute 78jährige.

 

Die Ausstellung zeigt in ausdrucksstarken Farbbildern die Geschichte der Deutschen Einheit. Herausgeber sind die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer in Kooperation mit dem Norddeutschen Rundfunk und Statista. Zu sehen ist die Ausstellung im Foyer der Bezirksregierung Münster zu den üblichen Öffnungszeiten bis zum 9. Oktober. Der Eintritt ist kostenlos und eine Anmeldung zum Ausstellungsbesuch reicht im Foyer vor Ort, ist also vorab nicht notwendig.



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