Eins zu Eins hieß es am Ende

Dabei kosteten vor allem 20 schwache Minuten vor der Pause und die erneut verbesserungswürdige Chancenverwertung ein besseres Ergebnis.

Mit 1:1 (1:0) trennten sich der Wuppertaler SV und der SC Preußen Münster am Mittwochabend vor 575 Zuschauern im Stadion am Zoo. Dabei kosteten vor allem 20 schwache Minuten vor der Pause und die erneut verbesserungswürdige Chancenverwertung ein besseres Ergebnis.

Preußencoach Sascha Hildmann konnte nicht auf seine erfolgreiche Formation der letzten Wochen zurückgreifen und musste durch die Gelb-Rot-Sperre von Linksverteidiger Niklas Heidemann einiges umstellen. Er beorderte Julian Schauerte an dessen Stelle, Justin Möbius sollte dafür die rechte Außenbahn beackern. Auf der 10er-Position kehrte Gianluca Przondziono zurück in die Startelf, Jules Schwadorf kehrte nach überstandener Verletzungspause wieder auf seine angestammte linke Seite zurück. Doch dieses Intermezzo dauerte nicht lange und Möbius und Schwadorf tauschten die Seiten.

Zwanzig Minuten lang schien es nur eine Frage der Zeit, ehe die Adlerträger in Führung gehen würden. Hellwach starteten sie in die Partie und waren erneut bei Standards gefährlich, z.B. als Langlitz nach einer Holtby-Ecke am zweiten Pfosten zum Kopfball kam, das Leder aber nur direkt in den Armen von WSV-Schlussmann Niklas Lübcke platzieren konnte. Fast ein Eigentor provozierte Schauerte mit herrlicher Hereingabe auf Grodwoski, die Linksverteidiger Tomczak durch seine Grätsche beinahe im eigenen Kasten unterbrachte.

Bruch im Spiel

Nach 20 Minuten dann der Bruch im Spiel: Der SCP wirkte nicht mehr wach, kam meist einen Schritt zu spät und kassierte ausgerechnet durch den Ex-Preußen Marco Königs das Gegentor. Einen nicht sauber geklärten Ball fing Königs im Rückraum ab und versenkte das Spielgerät im langen Eck – 1:0. In der Folge gaben die Münsteraner die Partie zusehends aus der Hand, der WSV näher am zweiten Treffer als die Preußen am Ausgleich. Vor allem das behäbige Umschaltspiel und die zu hohe Fehlpassquote waren auffällig. Joel Grodowski als einzige Spitze wurde zu oft alleingelassen, zu selten rückzen seine Mitspieler nach. Bis zum Pausenpfiff hatte sich der Wuppertaler SV die Führung dann verdient.

Preußen drängen auf den Ausgleich

Nach der Pause waren es direkt die Preußen, die auf den Ausgleich drängten, allein Grodowski hatte zwei aussichtsreiche Gelegenheiten (49., 54.). Es war der Auftakt zu einem kleinen Sturmlauf, die Adlerträger wollten den Ausgleich unbedingt. Der nach einer Stunde eingewechselte Ousman Touray wirbelte die gegnerische Abwehr ordentlich durcheinander. 20 Minuten vor dem Ende verpasste Langlitz um Haaresbreite. Doch der SCP steckte nicht auf, hatte die bessere Spielanlage und kreierte auch die nötigen Chancen. Schließlich war es der eingewechselte Nicolai Remberg, der in der sprichwörtlich letzten Minute (89.) den Ausgleich markierte, nachdem er das Leder nach herrlicher Langlitz-Hereingabe im langen Eck unterbrachte. Dass er kurz darauf sogar das Siegtor vor der Brust hatte, sei nur noch eine Randnotiz.

Daten zum Spiel

Aufstellung SCP: Schulze Niehues – Langlitz, Scherder, Hoffmeier, Schauerte – Holtby, Klann – Möbius, Przondziono (Touray, 60.), Schwadorf – Grodowski

Tore: 1:0 Königs (22.) 1:1 Remberg (89.)

Gelbe Karten: Cokkosan / –

Zuschauer: 575

Schiedsrichter: Markus Wollenweber

Foto: Nicolai Remberg (m.) erzielte kurz vor Schluss den wichtigen 1:1-Ausgleich. Foto: Sanders

Quelle: Marcel Weskamp SC Preußen Münster/ News



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