Bistum Münster macht fit

Fortbildung für die Offene Kinder- und Jugendarbeit Bistum Münster macht Fachkräfte für neues Arbeitsfeld fit

Münster (pbm/acl). Sie sind jetzt fit für ihr neues Arbeitsfeld: Sechs Fachkräfte haben sich bei einer dreitägigen Fortbildung der Abteilung Kinder, Jugendliche und Junge Erwachsene des Bistums Münster über die Grundlagen für die Arbeit in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit informiert. Ob frisch von der Uni oder der Fachhochschule oder aus einem anderen Fachbereich kommend – die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eint die Motivation und Energie für ihre neue Aufgabe. Als Referenten informierten Maximiliane Decker, Leiterin des Regionalbüros West, Hannah Lemli, Fachberaterin im Regionalbüro Mitte, und Stephan Bommes, Fachberater im Regionalbüro Ost, im DJK-Zentrum in Münster über rechtliche Grundlagen und gaben praktische Hinweise.

Die Angebote in Jugendzentren, Kinder- und Jugendtreffs oder Häusern der offenen Tür sind in der Regel kostenfrei und nicht an eine Mitgliedschaft gebunden. Dadurch bieten sie besonders sozial benachteiligten und bildungsfernen Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung beispielsweise durch sportliche Aktivitäten, Medienangebote oder Hausaufgabenhilfe.

Während der Fortbildung erarbeiteten die neuen Kolleginnen und Kollegen, wie sie die Interessen, Themen und Bedarfe der jungen Besucherinnen und Besucher ermitteln können, wie diese zu sozialem Engagement befähigt werden können und wie echte Partizipation im Jugendhaus gestaltet werden kann. Die Grundlagen der Konzeptionsarbeit sowie Fragen zu Versicherung und Aufsichtspflicht waren weitere inhaltliche Schwerpunkte des Einführungskurses.

Melissa Schaub vom Ökumenischen Jugendtreff Senden ist dankbar dafür, neue Methoden kennengelernt zu haben. Besonders die sogenannte „GEBe-Methode“ (Förderung Gesellschaftlichen Engagements Benachteiligter) hat sie beeindruckt: „Es ist wichtig, um Arbeitsweisen zu wissen, mit denen wir gerade bei den Jugendlichen gesellschaftliches Engagement fördern können, die nur selten die Chance bekommen, etwas mitzubestimmen oder mitzugestalten.“

Ihre Kollegin Annemarie Engenhorst ist neu dabei: Seit wenigen Wochen unterstützt sie das Team des Raesfelder Jugendwerks. „Ich nehme ganz viel mit von diesen Tagen und kann vieles jetzt fachlich besser einordnen.“ Als bereichernd hat sie unter anderem die Einheit „Pastorales Angebot“ erlebt, bei der es um die Frage ging, was von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Kinder- und Jugendpastoral erwartet wird und wie sie dem in der täglichen Arbeit gerecht werden können. „Der pastorale Auftrag hat meine Haltung im Umgang mit den Kindern und Jugendlichen bestätigt“, sagt Annemarie Engenhorst. „Wir möchten Werte vorleben und sie an unsere jungen Besucher weitergeben.“

Auch der kollegiale und informelle Austausch kam nicht zu kurz. Demnächst sehen sich die neuen Kollegen in einer Praxisgruppe wieder. Begleitet von der Supervisorin Beate Willenbrink vom Referat Aus- und Fortbildung Bistum Münster werden sie sich über ihre Erfahrungen aus ihrer Praxis im neuen Arbeitsfeld austauschen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fortbildung mit ihren Referentinnen und Referenten Maximiliane Decker (rechts), Hannah Lemli (3. von rechts) und Stephan Bommes (4. von rechts).  Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann

Teilgenommen an der Fortbildung haben Valerina Fischer (Jugendwerk Stadtlohn e.V.), Anna Bancken (Jugendwerk Stadtlohn e.V.), Verena Top (Kinder- und Jugendtreff „HUB“ Velen-Ramsdorf), Marcel Alfert (OT Heim St. Nikomedes Steinfurt), Melissa Schaub (Ökumenischer Jugendtreff Senden e.V.) und Annemarie Engenhorst (Jugendhaus Raesfeld /Erle).

Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann

 



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