Belarus: Oppositionskandidatin geflüchtet

Die bei der Präsidentschaftswahl in Belarus unterlegene Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja ist nach Litauen geflüchtet. "Sie ist in Litauen angekommen und in Sicherheit", sagte der litauische Außenminister Linas Linkevicius

Die politische Lage in Belarus hatte sich nach der Wahl aufgeheizt: Die Polizei ging gewaltsam gegen Demonstranten vor, die gegen die Wiederwahl des amtierenden Präsidenten Alexander Lukaschenko protestierten - dabei kam ein Protestierender ums Leben.

Die Demonstranten werfen dem seit 26 Jahren autoritär regierenden Lukaschenko massiven Wahlbetrug vor. Laut dem offiziellen Wahlergebnis soll er am Sonntag mit mehr als 80 Prozent der Stimmen für eine sechste Amtszeit wiedergewählt worden sein. Tichanowskaja, die im Vorfeld der Wahl regen Zulauf zu ihren Kundgebungen gehabt hatte, soll nur auf knapp zehn Prozent gekommen sein. Die 37-Jährige hatte sich am Montag selbst zur Wahlsiegerin erklärt und Lukaschenko zum Rückzug aufgerufen.

Am Montag hatte zunächst Unklarheit über ihren Aufenthaltsort geherrscht. Nachdem der litauische Außenminister über mehrere Stunden lang vergeblich versuchte, sie zu erreichen, äußerte er Sorgen hinsichtlich ihrer Sicherheit.

noe



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