Amis rücken ab

Präsident Donald Trump will rund 9500 der 34.500 derzeit in Deutschland stationierten US-Soldaten abziehen. Er begründet die Senkung der Truppenstärke auf 25.000 Soldaten unter anderem damit, dass Deutschland zu wenig für die Verteidigung ausgebe.
Die USA wollen voraussichtlich in dieser Woche ihre Pläne für einen Truppenabzug aus Deutschland und einer Verlegung von Soldaten nach Osteuropa verkünden. Ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums sagte am Montag, Details könnten zur Wochenmitte bekanntgegeben werden. Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin kündigte ebenfalls für diese Woche "abgestimmte" Äußerungen beider Regierungen an. Auch das Parlament werde unterrichtet.

Es handele sich um einen "komplizierten Sachverhalt", von dem "mehrere Länder und Regierungen betroffen" seien, sagte der Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums.

Präsident Donald Trump will rund 9500 der 34.500 derzeit in Deutschland stationierten US-Soldaten abziehen. Er begründet die Senkung der Truppenstärke auf 25.000 Soldaten unter anderem damit, dass Deutschland zu wenig für die Verteidigung ausgebe.

Während einige der Soldaten in die USA zurückkehren sollen, sollen andere nach Osteuropa verlegt werden. Dies soll der Abschreckung gegenüber Russland dienen. Einige der Soldaten sollen dauerhaft neu stationiert werden. Für die Mehrheit der Soldaten sieht das US-Verteidigungsministerium aber ein Rotationssystem vor.

Mit dem geplanten Abzug tausender Soldaten aus Deutschland hat Trump viel Kritik auf sich gezogen - auch aus den Reihen seiner republikanischen Partei. Kritiker befürchten eine Schwächung des transatlantischen Bündnisses und der Abschreckung gegenüber Russland.

fs/jes



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