Großbritanien klagt Russland der Spionage zu Corona-Impfstoffen an

Der Verfassungsschutz rät den Forschungsstellen zu Sensibilität und bitte darum, "Auffälligkeiten" zu melden, sagte der Ministeriumssprecher weiter.

Auch Corona-Forscher in Deutschland könnten nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden ins Visier ausländischer Spione geraten: Das Bundesamt für Verfassungsschutz habe bereits vor mehreren Monaten den Verband der forschenden Pharma-Unternehmen auf diese Gefahr aufmerksam gemacht, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Freitag in Berlin.

Konkrete staatliche Cyber-Angriffe auf Einrichtungen zur Corona-Forschung hätten bislang aber nicht festgestellt werden können. Der Verfassungsschutz rate den Forschungsstellen aber zu Sensibilität und bitte darum, "Auffälligkeiten" zu melden, sagte der Ministeriumssprecher weiter. 

Am Vortag hatte die britische Regierung schwere Vorwürfe an Russland gerichtet: Russische Hacker hätten in offiziellem Auftrag versucht, an Informationen zu Corona-Impfstoffen zu kommen, erklärte die britische Behörde für Cybersicherheit (NCSC). Ziele sind demnach Institute zur Forschung und Entwicklung von Impfstoffen in Großbritannien, Kanada und den USA. Die russische Regierung wies die Vorwürfe zurück.

pw/cha

© Agence France-Presse


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