„möglich machen, was möglich ist“

Die nord-westfälische Exportwirtschaft musste in den ersten fünf Monaten des Jahres massive Einbußen hinnehmen. Die Auslandsumsätze liegen um fast 20 Prozent niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Münsterland/Emscher-Lippe-Region. –  Das zeigt die Auswertung aktuellen Exportzahlen durch die IHK Nord Westfalen. Danach liegen die Auslandsumsätze der Industriebetriebe des Münsterlandes und der Emscher-Lippe-Region mit mindestens 50 Beschäftigten insgesamt fast 20 Prozent niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Nach IHK-Berechnungen liegt der Umsatzverlust allein beim Außenhandel bei bislang rund 1,5 Milliarden Euro.

 

Der Rückgang im IHK-Bezirk Nord Westfalen fällt damit deutlich höher aus als im Landesdurchschnitt (- 15 Prozent). Für das Münsterland verbucht die IHK ein Minus von fast 22 Prozent, für die Emscher-Lippe-Region einen Rückgang von 14 Prozent.

 

„Dieser tiefgreifende konjunkturelle Einbruch durch die Corona-Pandemie hatte sich in der letzten IHK-Umfrage bereits abgezeichnet“, erläutert Sebastian van Deel, Leiter des Geschäftsbereichs Digitalisierung, International und Industrie. 59 Prozent der Unternehmen hatten dabei negative Exporterwartungen geäußert.

 

Die IHK Nord Westfalen erwartet, dass auch in den kommenden Monaten die weltweit geringe Nachfrage die Exporteure im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region ausbremst. Sie geht für das Jahr von einem Rückgang der Exporte um mindestens 15 Prozent aus. „Eine dynamische Erholung der Konjunktur durch Wachstumsimpulse aus dem Ausland ist nicht in Sicht“, sagt van Deel: „Die Auswirkungen der Corona-Krise werden uns noch lange begleiten.“

 

Dank des weltweiten Netzwerks von Auslandshandelskammern könne die IHK die Unternehmen jedoch sehr individuell dabei unterstützen, neue Exportmärkte zu erschließen und Lieferketten aufzubauen. Dabei will die IHK gemeinsam mit den Unternehmen noch stärker auf digitale Instrumente setzen. „Die Anbahnung von Geschäftskontakten über virtuelle Messen und Videokonferenzen sind nur ein Beispiel für die Möglichkeiten, die es in den kommenden Monaten und Jahren zu nutzen gilt, um im Auslandsgeschäft möglich zu machen, was möglich ist“, so van Deel. Dafür bietet die IHK auf ihrer Homepage auch spezielle Online-Sprechstunden an.

 

IHK-Online-Sprechstunde zur Erschließung neuer Auslandsmärkte: www.ihk-nordwestfalen.de, Nr. 4820086

 

Foto/Bildzeile:

Sebastian van Deel, Leiter des Geschäftsbereichs Digitalisierung, International und Industrie der IHK Nord Westfalen



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