Verbraucherpreise plus 0,9 Prozent

Nahrungsmittel waren laut dem Statistikamt im Juni 4,4 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, der Anstieg zeigte sich insbesondere bei Obst (11,1 Prozent) und Fleischwaren (8,2 Prozent). Die Preise für Tabakwaren stiegen um 6,2 Prozent.

Mit einer leichten Beruhigung der Energiepreise hat sich auch der Abwärtstrend bei der Inflationsrate abgeschwächt. Die Verbraucherpreise waren im Juni 0,9 Prozent höher als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte und damit seine vorläufigen Ergebnisse bestätigte. Im Vergleich zum Vormonat Mai stiegen die Verbraucherpreise demnach im Juni um 0,6 Prozent.

Infolge der wieder steigenden Ölpreise auf dem Weltmarkt stabilisierten sich auch die Preise für Energie in Deutschland leicht, wie die Statistiker erklärten. Zwar sanken die Energiepreise weiter um 6,2 Prozent - im Mai hatte der Rückgang allerdings noch 8,5 Prozent betragen. Im Juni gingen den Angaben zufolge insbesondere die Preise für Heizöl (minus 26,5 Prozent) und Kraftstoffe (minus 15,1 Prozent) gegenüber dem Vorjahresmonat zurück, Strom wurde dagegen um 4,1 Prozent teurer.

Nahrungsmittel waren laut dem Statistikamt im Juni 4,4 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, der Anstieg zeigte sich insbesondere bei Obst (11,1 Prozent) und Fleischwaren (8,2 Prozent). Die Preise für Tabakwaren stiegen um 6,2 Prozent.

"Nach den Lockerungen der Corona-Maßnahmen konnten Verbraucherinnen und Verbraucher wieder vermehrt Dienstleistungen in Anspruch nehmen", erklärten die Statistiker - die Preise stiegen entsprechend im Schnitt um 1,4 Prozent. Das liege aber auch an teilweise aufwändigen Hygieneauflagen, beispielsweise beim Friseur oder in der Gastronomie. Bahntickets im Fernverkehr waren den Angaben zufolge im Juni 16 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor, auch durch die Mehrwertsteuersenkung zum Jahreswechsel.

Im Mai war die Inflationsrate auf nur 0,6 Prozent gesunken. Im April hatte der Anstieg der Verbraucherpreise 0,9 Prozent betragen, nach 1,4 Prozent im März und 1,7 Prozent im Februar. Üblicherweise streben Zentralbanken eine Rate von knapp unter zwei Prozent als optimal für die Wirtschaft an.

dwo/jm



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