Ennio Morricone mit 91Jahren gestorben

Berühmt machte den italienischen Filmkomponisten, der für mehr als 400 Spielfilme die Musik komponierte, vor allem die Zusammenarbeit mit Sergio Leone.


Mainz - (ots) - 3sat erinnert an Ennio Morricone, der 91-jährig am Morgen des 6. Juli 2020 in Rom gestorben ist. Mit seinen Filmmusiken machte sich der Oscar-Preisträger bei Generationen von Cineasten und Filmliebhabern unvergesslich.

Auch für den Psycho-Thriller "U-Turn - Kein Weg zurück", den 3sat am Mittwoch, 8. Juli 2020, 23.15 Uhr, zeigt komponierte Morricone die Musik. Oliver Stone inszenierte die Geschichte um den Kleinganoven Bobby Cooper (Sean Penn), der auf der Flucht vor der Russenmafia in einem kleinen Nest strandet und sich dort in einer scheinbar ausweglosen Situation mit dem schärfsten Mädchen am Ort einlässt, nach dem Buch von John Ridley 1997. Sean Penn, Powers Boothe, Nick Nolte und Jennifer Lopez spielen die Hauptrollen.

"U-Turn - Kein Weg zurück": Jake McKenna (Nick Nolte) kuschelt sich im Schlafzimmerbett an seine Frau Grace (Jennifer Lopez). Rechtehinweis: © ZDF und Zade Rosenthal.

Im Anschluss, um 1.10 Uhr, wiederholt 3sat die "Kulturzeit extra"-Ausgabe "Spiel mir das Lied ... - Die musikalischen Welten von Ennio Morricone". Das Porträt des Komponisten von "Kulturzeit"-Redakteur Lotar Schüler aus dem Jahr 2007 entstand anlässlich der Verleihung des Ehrenoscars, den Morricone für sein Lebenswerk erhielt. Damals kannte kaum jemand sein Gesicht. Mit "Kulturzeit" empfing der Maestro zum ersten Mal seit den 1970er-Jahren ein deutsches Kamerateam bei sich zu Hause.

Berühmt machte den italienischen Filmkomponisten, der für mehr als 400 Spielfilme die Musik komponierte, vor allem die Zusammenarbeit mit Sergio Leone. Dessen erfolgreiche Italowestern, allen voran "Spiel mir das Lied vom Tod", wurden nach Kritikermeinung zu einem erheblichen Teil durch Morricones Musik geprägt. Morricone war für die Musik von Filmen wie "Days of Heaven" (1978), "The Mission" (1986), "The Untouchables" (1987), "Bugsy" (1991) und "Malèna" (2000).

Titelbild: "obs/3sat/ZDF/Zade Rosenthal"

Bildrechte: ZDF/Zade Rosenthal

Fotograf: ZDF/Zade Rosenthal



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