Heute vor 67 Jahren

Am 29. Mai 1953 um die Mittagszeit erreichten Edmund Hillary und Sherpa Tenzing Norgay den Gipfel des Mount Everest.


Versucht hatten es schon einige, geschafft hatte es niemand, viele hatten mit dem Leben bezahlt: Als der neuseeländische Imker Edmund Hillary und sein nepalesischer Sherpa Tenzing Norgay am 29. Mai 1953 die letzten 350 Meter zum Gipfel des Mount Everest in Angriff nahmen, stand auch hinter dem Erfolg ihrer Mission ein dickes Fragezeichen.

Tags zuvor waren der 33-jährige Hillary und der sechs Jahre ältere Norgay aus dem letzten Basislager ihrer Expedition aufgebrochen, auf 8500 Meter schlugen sie bei minus 30 Grad ihr letztes Nachtlager auf. Vor dem Gipfel galt es am nächsten Tag noch, eine zwölf Meter hohe vertikale Felswand zu bezwingen, die als Hillary Step Eingang in die Geschichtsbücher fand und bei einem Erdbeben im Jahr 2015 fast völlig zerstört wurde.

Hillary und Norgay ließen sich auf ihrem Weg auf das Dach der Welt nicht mehr aufhalten, am 29. Mai 1953 um die Mittagszeit erreichten sie den Gipfel. Wer tatsächlich als erster seinen Fuß darauf setzte, blieb ungeklärt, obwohl Norgay in seiner Autobiografie "Tigers of the Snow" Hillary den Vortritt lassen wollte. Das ließ dieser aber nicht so stehen: Gemeinsam, Seite an Seite sei man den historischen Schritt gegangen, behauptete Hillary.

Er wurde nach dem Abstieg von der gerade gekrönten Königin Elizabeth II zum Ritter des britischen Empire geschlagen, Norgay blieb diese Ehre verwehrt. Ein Paar Orden habe man ihm ans Revers geheftet, heißt es in seinem Buch. Freunde blieben die beiden ein Leben lang, 

Norgay starb 1986 mit 71 Jahren an den Folgen einer Hirnblutung, Hillary war 88, als er 2008 einem Herzinfarkt erlag. Den Sarg bei seinem Staatsbegräbnis in Auckland schmückte jener Eispickel, mit dem er sich 1953 den Hillary Step hochgezogen hatte.

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