46 Prozent weniger Pkw-Verkehr in NRW

Wirtschaft und Verbraucher reagierten gleichzeitig auf einen Angebots- und einen Nachfrageschock und reduzierten die Mobilität drastisch.


Düsseldorf - (ots) - Die Corona-Krise hat trotz der jüngsten Lockerungen der Kontaktbeschränkungen weiterhin massive Auswirkungen auf das Verkehrsaufkommen.

Auch in der 19. Kalenderwoche zwischen dem 4. und 10. Mai war die Menge an Pkw-Verkehr im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrein-Westfalen noch um knapp 46 Prozent geringer als im gleichen Zeitraum 2018.

Das geht aus einer noch unveröffentlichten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, die der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Mittwoch) vorliegt. Demnach gab es in der 19. Woche auch weiterhin knapp 26 Prozent weniger Lkw-Verkehr als in der gleichen Woche 2018, obwohl die meisten Einzelhandelsgeschäfte wieder geöffnet waren.

Im Durchschnitt der vergangenen Wochen seit dem Beginn der Corona-Schutzmaßnahmen am 23. März war das Pkw-Verkehrsaufkommen in Nordrhein-Westfalen sogar um 55 Prozent geringer als 2018 zu normalen Zeiten. Der Lkw-Verkehr reduzierte sich im Wochendurchschnitt um 26 Prozent.

"Die Covid-19-Pandemie hat zu einem bislang ungekannten Stillstand in Deutschland geführt und prägt auch dem Verkehr ihren Stempel auf", heißt es in der IW-Studie.

Wirtschaft und Verbraucher reagierten gleichzeitig auf einen Angebots- und einen Nachfrageschock und reduzierten die Mobilität daraufhin drastisch. Noch schlügen sich die jüngsten Aufhebungen der Corona-Schutzmaßnahmen kaum in steigenden Verkehrszahlen nieder.

Das Institut nutzte für die Studie so genannte Real-Time-Daten des Mobilen Daten Marktplatzes (MDM-Portal) von 78 automatischen Zählstellen an Bundesfernstraßen in NRW. Hinzu nahm es Daten von Dauerzählstellen der Bundesanstalt für Straßenwesen.

Anmerkung: Hier könnte man auch vom Sinn oder Unsinn von Ursachenforschung streiten. Wie viele Menschen kennt jeder von uns in seinem Bekanntenkreis, die home-office betreiben. Teils, weil sie wollen, teils weil angeordnet von der Chefetage. Schutz der Angestellten ist Trumpf., also ist Zuhause bleiben angesagt. Dass viele Angestellte also nicht ins Büro gehen bzw. -und darauf zielt die Studie ja ab- fahren, ist doch klar. Also weniger Autos auf den Straßen. Unterricht an Schulen und der Uni via Zoom tun ihr Übriges. Also von Schock bei Angebot und Nachfrage zu reden halte ich für verfrüht!  Ein wenig mehr Geduld ist angesagt!



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