Erdogan macht dicht

Der Türkische Präsident kündigt viertägige Ausgangssperre für türkische Großstädte an


Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat wegen der Corona-Pandemie eine viertägige Ausgangssperre für Istanbul und 30 weitere Städte des Landes angekündigt. Die Ausgangssperre werde voraussichtlich am Donnerstag beginnen, sagte Erdogan am Montag in einer vom Fernsehen übertragenen Ansprache. Die Türkei registrierte bis Montag landesweit knapp 91.000 Coronavirus-Infektionsfälle, die Zahl der Todesfälle stieg auf mehr als 2100. 

Wegen der Pandemie gelten in der Türkei bereits Ausgangsbeschränkungen für Senioren über 65 und Menschen unter 20 Jahren. Auch Schulen sind geschlossen. Von einer landesweiten Ausgangssperre hat die Regierung in Ankara bislang jedoch abgesehen. Für die 31 größten Städte des Landes galt jedoch an den vergangenen beiden Wochenenden eine jeweils auf 48 Stunden befristete Ausgangssperre. 

Die Türken hielten sich größtenteils an die von der Regierung verhängten Regeln, sagte Erdogan. "Wir haben verhindert, dass die Pandemie ein katastrophales Ausmaß erreicht", sagte er weiter.

isd/ans

© Agence France-Presse

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