Stadt Münster ruft zu Mund- und Nasenschutz auf

Kulturangebote der Stadt bleiben vorerst geschlossen


Münster - (SMS) -  Die Landesregierung ermöglicht mit neuen Erlassen moderate Lockerungen bei den bisherigen Corona-Schutz-Vorgaben. Unter anderem dürfen ab Montag Geschäfte mit weniger als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche wieder öffnen.

Die Stadt Münster ergänzt diese vorsichtigen Schritte  mit einem dringenden Aufruf an den Einzelhandel und an die Bürgerschaft, durch angepasstes Verhalten weiterhin die zuletzt günstige Entwicklung des Infektionsgeschehens nicht zu gefährden. Wolfgang Heuer, Leiter des Krisenstabes: „Wir haben es in einer gemeinsamen Kraftanstrengung geschafft, dass das Coronavirus in Münster definitiv kein Heimspiel hat. Wer aber meint, die Gefahr sei bereits gebannt, der täuscht sich.“

Deshalb fordert die Stadt Münster den Handel und alle anderen geöffneten Einrichtungen und Geschäfte auf, mit strikten Einlasskontrollen zu gewährleisten, dass das weiterhin gültige Abstandsgebot von mindestens 1,50 m innerhalb der Geschäfte  eingehalten wird.

Ferner erwartet die Stadt, dass Flächen mit häufigem Personenkontakt wie etwa die Griffflächen von Einkaufswagen und –körben regelmäßig desinfiziert werden. Beschäftigte mit Kundenkontakt sollen zudem einen Mund- und Nasenschutz tragen. Entweder mit entsprechenden Masken, ersatzweise auch mit Schals oder  Halstüchern, die  Mund und Nase bedecken. Vor allem im Kassenbereich, sollen Plexiglasscheiben Tröpfcheninfektionen verhindern.

Mit diesen Auflagen will die Stadt Münster die neuen Öffnungen absichern. Heuer: „Ich gehe von einem verantwortungsvollen Umgang mit den Infektionsschutz-Empfehlungen aus. Die Einhaltung wird allerdings auch überprüft werden.“

Auch im öffentlichen Raum, auf Straßen und Plätzen, soll die Bevölkerung Mund- und Nasenschutz tragen, zumindest immer dann, wenn ein Verstoß gegen das Abstandsgebot nicht ausgeschlossen werden kann. Dasselbe gilt in Bussen und Bahnen.  Heuer: „Abstand wirkt besser als Maske, Maske wirkt besser als nichts.“

Die Kulturangebote der Stadt bleiben entsprechend der Landesverordnung trotz der weitgehenden Öffnung der Ladenlokale vorerst weiter geschlossen. Das gilt unter anderem für das Stadtmuseum, das Theater und auch die Stadtbücherei.

Der Krisenstab der Stadt sieht auch für die Verwaltung in den kommenden Wochen eine vorsichtige Vorgehensweise: nur langsam sollen die aktuell stark eingeschränkten Dienstleistungen mit direktem Kundenkontakt ausgeweitet werden. Der Gesundheitsschutz für Mitarbeiter wie Kunden stehe dabei, so Heuer, weiterhin im Vordergrund. Es seien zudem unterschiedliche Vorgehensweisen je nach  betroffenem Fachbereich angezeigt.    

Heuer: „In der Zusammenschau aller aktuellen Schritte ist ein Hauptziel, dass ab Montag nicht zu viele Menschen in die Innenstadt strömen. Dies wird möglich, indem Öffnungen und Lockerungen auf der einen Seite von einer Fortführung der Einschränkungen auf der anderen begleitet werden. Das verlangt allerdings den weiter geschlossenen Betrieben und Lokalen extrem viel ab.“



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