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Super Tuesday: Wie funktionieren die Vorwahlen in den USA?

Trump gewinnt am "Super Tuesday" mindestens elf von 15 Bundesstaaten -

Super Tuesday

Die Ergebnisse des Super Tuesday haben Donald Trump eine starke Position für die republikanische Präsidentschaftskandidatur verschafft, da er bereits elf der 15 Bundesstaaten für sich entschieden hat. Seine parteiinterne Rivalin Nikki Haley konnte zunächst keinen Bundesstaat gewinnen und befindet sich nun in einer schwierigen Position.

Obwohl Haley in Vermont ѡ ein knappes Rennen gegen Trump lieferte, steht ihr Ausgang noch nicht fest. Sollte sie weiterhin erfolglos bleiben, dürfte sie bald aus dem Präsidentschaftsrennen der Republikanischen Partei ausscheiden. Damit stünde Trumps erneute Präsidentschaftskandidatur de facto fest, was ein erneutes Duell mit dem demokratischen Amtsinhaber Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl im November bedeuten würde.

Die Republikaner hielten in 15 Bundesstaaten Vorwahlen ab und entschieden über mehr als 850 Delegierte, was einen entscheidenden Anteil an der Nominierung des Präsidentschaftskandidaten darstellt. Auch Bidens Demokraten hielten in denselben 15 Bundesstaaten Vorwahlen ab, wobei seine erneute Kandidatur als so gut wie sicher gilt, da er keine ernsthaften innerparteilichen Rivalen hat, obwohl Bedenken über sein Alter geäußert werden.

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Bild oben AFP



Wie funktionieren die Vorwahlen in den USA?

Die Vorwahlen der Politik in den USA dienen dazu, die Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen der beiden großen politischen Parteien, der Republikaner und der Demokraten, zu bestimmen. Die Vorwahlen finden auf Bundesebene sowie in den einzelnen Bundesstaaten statt und sind ein wichtiger Schritt im Prozess der Nominierung der Präsidentschaftskandidaten.

1. Primaries und Caucuses: Die Vorwahlen finden in Form von Primaries oder Caucuses statt. Bei Primaries handelt es sich um Wahlen, bei denen die Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme direkt in einem Wahllokal oder per Briefwahl abgeben. Caucuses sind Versammlungen von Parteimitgliedern, bei denen in Diskussionen und Abstimmungen die Delegierten für die Parteikonventionen ausgewählt werden.

2. Delegierte: Die Kandidaten sammeln bei den Vorwahlen Delegiertenstimmen, die auf die Parteikonventionen geschickt werden. Die Anzahl der Delegierten, die ein Staat entsendet, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Bevölkerungszahl und das politische Gewicht des Staates.

3. Delegiertenverteilung: Die Delegiertenstimmen werden proportional oder nach dem "Winner-takes-all"-Prinzip vergeben. Bei einer proportionalen Verteilung erhalten die Kandidaten je nach ihrem Stimmenanteil eine entsprechende Anzahl von Delegierten. Im "Winner-takes-all"-System erhält der Gewinner der Vorwahl alle Delegiertenstimmen eines Bundesstaates.

4. Nationalkonventionen: Die Parteikonventionen finden im Sommer vor den Präsidentschaftswahlen statt. Dort werden offiziell die Präsidentschaftskandidaten der Parteien nominiert. Die Kandidaten müssen eine bestimmte Anzahl von Delegiertenstimmen erreichen, um nominiert zu werden.

5. Präsidentschaftswahlen: Nach den Parteikonventionen treten die nominierten Kandidaten bei den eigentlichen Präsidentschaftswahlen im November an. Der Kandidat, der die meisten Wahlmännerstimmen erhält, gewinnt die Präsidentschaftswahlen und wird der nächste Präsident der Vereinigten Staaten.

Die Vorwahlen in den USA sind ein entscheidender Bestandteil des demokratischen Prozesses und ermöglichen den Bürgern, sich aktiv an der Auswahl der Kandidaten zu beteiligen.