Fälle häuslicher Gewalt sprunghaft angestiegen

Frauen sind vermehrt häuslicher Gewalt ausgesetzt. "Wir beten für sie, dass Gott ihnen Kraft gibt und dass unsere Gemeinschaften sie zusammen mit ihren Familien unterstützen können", sagte der Papst


Papst Franziskus hat am Montag für die wachsende Zahl von Frauen gebetet, die während der Corona-Krise unter hauslicher Gewalt leiden. Das Kirchenoberhaupt richtete sein Ostermontagsgebet an die "vielen Mütter und Schwestern, die sich mit der ganzen Familie, mit Kindern, älteren Menschen und Behinderten im Haus eingeschlossen wiederfinden". Manchmal liefen sie Gefahr, Gewalt zu erleben - "für ein Zusammenleben, in dem sie eine zu große Last tragen", sagte Franziskus im Vatikan. 

Unter den Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie leiden weltweit Milliarden Menschen, Frauen sind vermehrt häuslicher Gewalt ausgesetzt. "Wir beten für sie, dass Gott ihnen Kraft gibt und dass unsere Gemeinschaften sie zusammen mit ihren Familien unterstützen können", sagte der Papst in seinem live übertragenen Gebet.

In zahlreichen Ländern der Welt, darunter Australien und Frankreich, ist die Zahl der Fälle häuslicher Gewalt, die der Polizei gemeldet werden, sprunghaft angestiegen. Es wird jedoch befürchtet, dass die Dunkelziffer noch höher liegt. 

Um Gewaltakte besser verfolgen zu können, setzt Italiens Innenministerium unter anderem auf eine Smartphone-App. Mit dieser können Anzeigen von häuslicher Gewalt örtlich lokalisiert werden. Die Regierung hat außerdem 30 Millionen Euro bereitgestellt, um Opfern häuslicher Gewalt Schutz zu gewähren. 

mkü/ck

© Agence France-Presse


Webauftritt von stadt40

Teile jetzt diesen Artikel