Zeit sinnvoll nutzen

Freiwillige der FH Münster unterstützen die Bahnhofsmission. Das Kompetenzzentrum Humanitäre Hilfe verteilt Helferinnen und Helfer auf verschiedene Projekte


Münster (9. April 2020). Helferinnen und Helfer gesucht – nach diesem Aufruf des Kompetenzzentrums Humanitäre Hilfe der FH Münster haben sich bis heute 261 Freiwillige der Hochschule gemeldet. Eine von ihnen ist Eva Mustroph. Sie studiert eigentlich am Institut für Berufliche Lehrerbildung (IBL) des Münster Centrum für Interdisziplinarität (MCI). „Weil der Vorlesungsstart für die Präsenzangebote verschoben wurde, habe ich jetzt Zeit. Die möchte ich sinnvoll nutzen, und deshalb habe ich mich beim Kompetenzzentrum Humanitäre Hilfe gemeldet“, sagt Mustroph.

Dort wurde sie der Bahnhofsmission Münster zugeteilt. Seitdem hilft sie zusammen mit 21 weiteren Studierenden einige Stunden pro Woche ehrenamtlich bei der Essensausgabe. „Ich unterstütze bei der Zubereitung der Mahlzeiten, schneide Obst klein oder kümmere mich um die vielen Spenden, die eingehen – neulich zum Beispiel waren es 480 Eier, die verarbeitet werden mussten.“ Schon bevor sie zur Bahnhofsmission kam, engagierte sich die IBL-Studentin – und organisierte Hilfsangebote in ihrer Nachbarschaft. „Ich habe Zeit und gehöre nicht zur Risikogruppe. Deshalb ist es für mich selbstverständlich, anderen zu helfen.“

Christine Kockmann, Leiterin der Bahnhofsmission Münster, freut sich darüber sehr. „Viele unserer Helferinnen und Helfer, die bei uns in coronafreien Zeiten mitanpacken, gehören leider zur Risikogruppe und bleiben natürlich zu Hause. Die vielen Freiwilligen der FH Münster sind deshalb für uns eine große Unterstützung!“ Die Essensausgabe habe täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet, und die Ehrenamtlichen helfen dort in drei Schichten. „Weil sich nach dem Aufruf so viele gemeldet haben, können wir jetzt die Öffnungszeiten sogar verlängern“, sagt Kockmann. Nach dem Umzug der Bahnhofsmission sitzt diese jetzt im Pfarrer-Eltrop-Heim der Herz-Jesu-Gemeinde an der Wolbecker Straße 121. Dort erhalten Bedürftige nicht nur Essen, sondern es gibt auch Toiletten, Duschen, Waschmaschinen und die Möglichkeit, den gesamten Tag dort zu bleiben.

Beeindruckt von dem Engagement der Studierenden ist auch Petra Seyfferth vom Kompetenzzentrum Humanitäre Hilfe der FH Münster. Sie hatte zunächst eine Infoveranstaltung organisiert, und danach konnten sich die Studierenden entscheiden, ob sie in der Bahnhofsmission helfen möchten. „Alle haben sofort zugesagt, das war richtig toll!“

Studierende und Beschäftige der FH Münster, die bei einem der vielen anderen Hilfsprojekte mitmachen möchten, melden sich unter fhms.eu/helfer-gesucht.

FH Münster

Foto: Privat



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