Die Interessen von Kindern und Jugendlichen berücksichtigen

Deutsches Kinderhilfswerk fordert möglichst bald Öffnung von Schulen und Kitas


Das Deutsche Kinderhilfswerk hat an Bund, Länder und Kommunen appelliert, bei der Diskussion über eine Exit-Strategie aus der Corona-Krise die Interessen von Kindern und Jugendlichen besonders in den Blick zu nehmen. Insbesondere Schulen, Kitas und öffentliche Spielplätze in Deutschland sollten baldmöglichst schrittweise wieder geöffnet werden, erklärte die Organisation am Freitag in Berlin.

Das Kinderhilfswerk schlägt dabei vor, etwa in Schulen und Kitas mit geteilten kleinen Gruppen zu beginnen und bei Spielplätzen ab einer bestimmten Quadratmeterzahl. So könnte anhand der Quadratmeterzahl eine bestimmte Anzahl von Kindern zur gleichzeitigen Nutzung zugelassen werden. Außerdem forderte das Kinderhilfswerk, zu prüfen, wo Sportplätze und Vereinsflächen geöffnet werden können, um Einzelsport wie Leichtathletik insbesondere in Ballungsgebieten wieder möglich zu machen.

"Insbesondere die Schulen müssen so schnell wie möglich wieder zu einem Unterricht zurückkehren", erklärte Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Kinderhilfswerks. Das strukturelle Problem der schlechten Bildungschancen für Kinder aus benachteiligten Verhältnissen habe sich schon nach drei Wochen Schulschließung weiter verschärft. Für Familien in beengten Wohnverhältnissen sei die Situation sehr angespannt.

ran/cha

© Agence France-Presse


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